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04.10.12

Hyperhidrosis - Wenn Schwitzen zur Belastung wird

Berlin – Glitschige Handflächen, große Flecken unter den Armen, Schweißperlen auf der Stirn – wer unter „Hyperhidrosis“ leidet, schwitzt extrem stark und unabhängig von der Temperatur. Betroffene fühlen sich schnell ausgegrenzt, nach außen wirken sie ungepflegt oder nervös. Die Plastische Chirurgie bietet mehrere Möglichkeiten, das unkontrollierte Schwitzen zu lindern. Die unterschiedlichen Methoden stellt Prof. Dr. med. Markus V. Küntscher im Expertenchat der DGPRÄC vor. Am

Dienstag, 23. Oktober 2012, von 19.00 bis 20.00 Uhr
unter www.plastische-chirurgie.de

steht der Chefarzt der Abteilung für Plastische und Handchirurgie der Evangelischen Elisabeth-Klinik Berlin Betroffenen und Interessierten im Chat zur Verfügung.

Schweiß ist im Alltag unbeliebt, aber lebenswichtig. Die Transpiration schützt den Körper vor Überhitzung. Krankhaftes Schwitzen (Hyperhidrosis) aber ist nicht nur lästig, sondern behindert die Betroffenen stark – bis hin zur sozialen Isolation. Die Hyperhidrosis bezeichnet eine krankhafte Überfunktion der Schweißdrüsen, die das Leben der Betroffenen stark einschränkt. Produziert die Achselhöhle 100 mg Schweiß in fünf Minuten, so die wissenschaftliche Definition, liegt eine Hyperhidrosis vor. Ständiges Schwitzen und durchfeuchtete Kleidung gehören zum Alltag. Häufig betroffen sind Achselhöhlen, Handinnenflächen und Fußsohlen.

Ist das Schwitzen auf bestimmte Gebiete begrenzt, kann die Injektion von Botulinumtoxin helfen. Dabei wird die Reizübertragung an den Nervenenden blockiert, die Schweißabsonderung wird reduziert. Die Wirkung hält aber nur vorübergehend an – maximal für ein halbes Jahr. Bei einer Hyperhidrosis an den Achselhöhlen (Hyperhidrosis axillaris) kann das Problem dauerhaft mit dem Absaugen der Schweißdrüsen (Saugkürettage) gelöst werden. Dabei handelt es sich um eine Operation, die ähnlich wie eine Fettabsaugung funktioniert.