Prof. Dr. Ulrich T. Hinderer (1924 – 2007)

Ulrich T. Hinderer kam am 21. Mai 1924 in Madrid zur Welt. 1936 verließ die Familie Hinderer Spanien wegen des Bürgerkriegs und zog nach Deutschland. Im Alter von 17 Jahren musste er die Schule abbrechen und mit der Wehrmacht in Stalingrad, im Kaukasus und in den Ardennen kämpfen.

Nach dem Krieg zog die Familie 1945 wieder nach Madrid, wo Hinderer sein Medizinstudium 1951 beendete. Seinen Dr. med. erlangte Ulrich T. Hinderer 1955 an der medizinischen Akademie zu Düsseldorf.

1964 wurde er Facharzt für Plastische Chirurgie und Facharzt für Orthopädie. Professor für Plastische Chirurgie wurde er 1978 in Madrid. Er setzte sich aktiv für die internationalen Belange der Plastischen Chirurgie ein.

Von 1975 bis 1977 war er Präsident der „International Society of Aesthetic Plastic Surgery“ (ISAPS), von 1987 bis 1988 Präsident der Spanischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie, von 1992 bis 1999 Generalsekretär der „International Confederation of Plastic, Reconstructive und Aesthetic Surgery“ (IPRAS).

Hinderer war Ehrenmitglied von über 20 nationalen Gesellschaften für Plastische Chirurgie. Außerdem war er als Chef-Editor oder Co-Editor zahlreicher Fachzeitschriften tätig, etwa der „Revista Española de Cirugía Plástica“, „Revista IberoLatinoAmericana de Cirugía Plástica“ oder der von ihm gegründeten „Aesthetic Plastic Surgery“.

Ulrich T. Hinderer war Träger der Dieffenbach-Medaille sowie des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse. 83-jährig starb Hinderer im Jahr 2007.