Welche Komplikationen können entstehen?

Die Risiken einer Ohrkorrektur sind vergleichsweise gering, vorausgesetzt, die Operation wird von einem qualifizierten Plastischen Chirurgen mit genügend Erfahrung vorgenommen. Trotz größter Sorgfalt können, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, während oder nach dem Eingriff vereinzelt Komplikationen auftreten. So kann es zu Blutergüssen kommen, die der Arzt in den meisten Fällen ableitet. Nur in Ausnahmefällen ist eine operative Entfernung notwendig. Sehr selten entsteht eine Narbenwucherung (Keloid), die sich durch eine dicke, verfärbte, schmerzhafte und juckende Narbe äußert. Hier helfen Cortison-Injektionen, Druckverbände und eine spätere operative Entfernung, die jedoch mit dem Risiko des Wiederauftretens des Keloids verbunden ist.
In seltenen Fällen tritt eine Infektion der Wunde oder gar des Ohrknorpels auf, wodurch sich die Heilung verzögert. Im schlimmsten Fall kann auch ein Teil des Korpels verloren gehen. Sehr selten ist die Schädigung von Haut oder Knorpel durch Störung der Blutversorgung. Das Risiko ist erhöht, wenn bereits frühere Eingriffe am äußeren Ohr durchgeführt wurden. Meist heilen die operierten Areale spontan ab. Eine operative Schließung der Wunde ist selten erforderlich. Da während des Eingriffs feine Hautnerven durchtrennt werden, kann es zu Gefühlsminderung und Kälteempfindlichkeit kommen. Diese bildet sich innerhalb mehrerer Monate zurück, kann in Einzelfällen aber anhaltend sein. Bei der seltenen Unverträglichkeit des Fadenmaterials kommt es zur Abstoßung des Fadens und damit zu einem erneuten Abstehen der Ohren. Auch bei der Verwendung von nicht auflösbarem Nahtmaterial kann es zu einem erneuten Abstehen meist eines Ohres kommen.

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