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	<title>Pressemitteilungen Archiv - Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</title>
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	<title>Pressemitteilungen Archiv - Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</title>
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		<title>Geschlechtsangleichende Chirurgie:  Den Körper an die eigene Identität anpassen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 10:00:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Geschlechtsangleichende Operationen stehen zunehmend im Fokus, sind aber schon lange integraler Bestandteil einer umfassenden medizinischen Versorgung und unseres Fachgebiets“, berichtet Prof. Ulrich Rieger, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie am Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt am Main und damit der Abteilung in Deutschland, in der die moderne geschlechtsangleichende [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Geschlechtsangleichende Operationen stehen zunehmend im Fokus, sind aber schon lange integraler Bestandteil einer umfassenden medizinischen Versorgung und unseres Fachgebiets“, berichtet Prof. Ulrich Rieger, Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie am Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt am Main und damit der Abteilung in Deutschland, in der die moderne geschlechtsangleichende Chirurgie in Deutschland mit ihren Ursprung hat.</p>
<p><strong>Wie alles begann<br />
</strong>„Im Markus Krankenhaus helfen wir seit Jahrzehnten Personen, ihren Körper der eigenen Identität anzupassen. Dabei sind sowohl geschlechtsangleichende Operationen Frau zu Mann als auch Mann zu Frau möglich. Insbesondere die operative Schaffung eines Penis, Penoid oder Phalloplastik genannt, erfordert dabei häufig mikrochirurgische Techniken und damit eine Kernqualifikation unseres Faches“, erläutert der Sprecher der AG Trans* der DGPRÄC. „Schon Anfang der 80er Jahre wurden unter Leitung von Prof. Gottfried Lemperle an unserer Klinik Penoide konstruiert, seinerzeit noch mit gestielten Lappen, es wurde also nicht Gewebe mit Nerven und Blutgefäßen an anderer Stelle komplett getrennt, daraus ein Penoid geformt und dann unter dem Mikroskop vernäht. Stattdessen wurden so genannte gestielte Lappen verwendet, das Gewebe wurde meist aus Leisten- oder Bauchregion genommen, umgeformt und dann an neuer Stelle vernäht“, erklärt der Plastische Chirurg. Auch heute würden diese Techniken noch in Ausnahmefällen genutzt, meist erfolge der Penoidaufbau allerdings mikrochirurgisch. Es sei auch der komplexeste Eingriff im Rahmen der geschlechtsangleichenden Operationen.</p>
<p>Möglichkeiten<br />
„Um unsere Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zu begleiten, stehen uns eine Vielzahl von Eingriffen zur Verfügung“, berichtet Rieger aus der Praxis, „wir gehen diesen Weg im engen Austausch mit anderen Disziplinen und natürlich den Betroffenen.“ Deren Wünsche seien sehr unterschiedlich, meist ziehe sich die Versorgung über mehrere Jahre. Zur Verfügung stünden im Wesentlichen:</p>
<p>Feminisierende Operationen (Mann zu Frau):<br />
Dazu gehören die Bildung einer Vagina (Vaginoplastik), die Entfernung der Hoden sowie oft eine Brustrekonstruktion, die Reduzierung der Körperbehaarung oder eine Gesichtsfeminisierung.</p>
<p>Maskulinisierende Operationen (Frau zu Mann):<br />
Dazu gehören die Maskulinisierung der Brüste (Mastektomie, „Top Surgery“), die Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken sowie der Aufbau eines Penis (Phalloplastik oder Metoidioplastik). <strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Ausblick<br />
</strong>Im Jahr 2023 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (über Statista ausgewertet) rund 3.075 geschlechtsangleichende Operationen in deutschen Krankenhäusern durchgeführt.  Die Zahl der vollstationären Eingriffe hat sich über die Jahre kontinuierlich erhöht (zum Vergleich: 2007 waren es rund 419).  Etwa 60 Prozent der Eingriffe im Jahr 2023 betrafen Transfrauen (Personen mit zugewiesenem männlichen und selbstidentifiziertem weiblichen Geschlecht). Diese Entwicklung stellt auch Rieger fest: „Tatsächlich dürfte die Zahl der Eingriffe noch höher sein, das statistische Bundesamt wertet lediglich die Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung aus, hinzu kommen Privatversicherte und Selbstzahler, deren Zahl bei uns in der Klinik beständig zunimmt, z.B. wenn die Kasse eine Brustvergrößerung ablehnt.“ Zudem sehen wir eine wachsende Zahl von Betroffenen, die sich als non-binär identifizieren, und bei denen eine Indikation für geschlechtsangleichende Maßnahmen besteht, die jedoch nicht von der Kasse übernommen werden. Hierbei ist ein Enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Psychotherapeuten/-innen und Psychiater/-innen essenziell.  Denn rückgängig machen lassen sich diese Eingriffe nicht in Gänze, so genannte „regretter“ sind nach bekannter Datenlage sehr selten “, schließt Rieger.</p>
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		<title>Launch Kampagne Patient:innenschutz in der ästhetischen Chirurgie: Qualifikation, Rahmenbedingungen, Risiken &#8211; Aufklärung im Fokus!</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/launch-kampagne-patientinnenschutz-in-der-aesthetischen-chirurgie-qualifikation-rahmenbedingungen-risiken-aufklaerung-im-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 10:00:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Politische Vorstöße, den Schutz von Patientinnen und Patienten in der Ästhetischen Chirurgie zu erhöhen, laufen seit Jahrzenten ins Leere, die letzte Beschäftigung des Bundestags mit der Thematik erfolgte 2008 und blieb ergebnislos. Parallel nehmen die Behandlungen und die Zahl der Behandler ungebremst zu, die Nachfrage wird über Social Media weiter erhöht und hier [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Politische Vorstöße, den Schutz von Patientinnen und Patienten in der Ästhetischen Chirurgie zu erhöhen, laufen seit Jahrzenten ins Leere, die letzte Beschäftigung des Bundestags mit der Thematik erfolgte 2008 und blieb ergebnislos. Parallel nehmen die Behandlungen und die Zahl der Behandler ungebremst zu, die Nachfrage wird über Social Media weiter erhöht und hier insbesondere junge, vulnerable Zielgruppen angesprochen“, leitet Dr. Dirk Richter, Präsident der DGPRÄC ein. „Nachdem die Politik also untätig bleibt und wir hier angesichts zahlreicher Krisen und Themen keine Änderung erwarten, haben wir das Zepter nun selbst in die Hand genommen und möchten mit unserer Kampagne Patientinnen und Patienten informieren und aufklären“, beschreibt der Präsident der DGPRÄC das Ziel.</p>
<p><strong>Daten zeigen Bedarf</strong></p>
<p>Der Bedarf sei durch eine Mitgliederumfrage der DGPRÄC noch einmal unterstrichen worden: „Von den 291 Teilnehmenden gaben 26,46 % gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten Patient:innen mit medizinischen Komplikationen nach ästhetischen Behandlungen durch Heilpraktiker:innen behandelt zu haben. 20,96 % behandelten durchschnittlich ein bis zehn Patient:innen mit entsprechenden Komplikationen pro Jahr. Ein Drittel der Patient:innen litten unter mangelhaften ästhetischen Ergebnissen, das mag banal erscheinen, beeinträchtigt die Lebensqualität aber erheblich“, so Richter und ergänzt: „33,33% gaben an Komplikationen nach Behandlung durch Kosmetiker:innen in ihrer Praxis zu sehen. Und das, obgleich diese im Grunde keine Behandlungen mit Botulinumtoxin oder Fillern durchführen dürften. Aktuelle Gerichtsprozesse in Bremen und Berlin zeigen, wie auch unsere Umfrage, dass dies trotzdem geschieht.“</p>
<p><strong>Minimalinvasive Behandlungen im Fokus<br />
</strong>Insbesondere vermeintlich harmlose Behandlungen, wie Filler, Fäden, Laser und EBDs sowie Botulinumtoxin sorgten hier für Komplikationen, weshalb man sich zunächst auf dieses Spektrum konzentriert habe. „Was harmlos scheint und mit dem Begriff minimalinvasiv verniedlicht wird, hat durchaus langfristige Auswirkungen“; berichtet Richter aus der Praxis. „Als versierter Facelift Operateur, stoße ich zunehmend auf längst vergessene Filler, die wir heute im MRT auch darstellen können. Ein MRT vor der OP ist daher für mich zur Routine geworden. Vernarbtes Gewebe nach Fadenlifting, verklebtes Gewebe nach Laser und Energy Based Devices, all dies erschwert nicht nur nachfolgende Operationen. Auch die Eingriffe selbst, sind komplikationsanfällig. Gefäßverschlüsse nach Filler können zu absterbendem Gewebe, im schlimmsten Fall zur Erblindung führen, wenn sie nicht rasch erkannt werden. Unsachgemäß injiziertes Botulinumtoxin oder gesetzte Fäden zu grotesken Ergebnissen, mit denen Patientinnen und Patienten leben müssen, bis die Wirkung nachlässt,“ so Richter. Hinzu käme, dass häufig das Fachwissen fehle, um rechtzeitig und umfassend zu reagieren. Meist gäbe es kein Notfallprotokoll mit der zur Auflösung von Hyaluronsäure notwendigen und verschreibungspflichtigen Hylase. „Das ist auch kein Wunder, wie sollten Kosmetiker:innen und Heilpraktiker:innen auch an ein verschreibungspflichtiges Medikament kommen?“, fragt sich der Plastische Chirurg und befürchtet, dass dieses wie auch Füllsubstanzen häufig auf dubiosen Wegen in Praxen und Studios landet. „Als Gutachter habe ich hier schon die wildesten Geschichten gehört.“</p>
<p><strong>Mündige Patientinnen und Patienten<br />
</strong>Primäres Ziel der Kampagne ist es, Patientinnen und Patienten über die Webseite www.sichere- aesthetische-medizin.de niedrigschwellig und leicht verständlich zu informieren. „Wir lehnen uns hier an die sehr erfolgreiche Kampagne der Stadt Wien an, unter dem Motto <a href="https://www.wien.gv.at/spezial/frauengesundheit-aesthetische-eingriffe/">„Wunsch und Wirklichkeit. Was Sie über Botox, Filler und Schönheitsoperationen wissen sollten</a>“ wurde die Bevölkerung hier informiert, derweil laufen zahlreiche Verfahren, etwa gegen eine 46jährige vermeintliche Ärztin, der dutzendfach Kurpfuscherei vorgeworfen wird.  Auf Deutschland übertragen, ist das Problem noch komplexer. Da bei uns die Ausübung der Heilkunde durch das Heilpraktikergesetz  von 1936 geregelt ist, dürfen auch nicht approbierte Personen, nämlich Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, nach einer Gefahrenabwehrprüfung durch das Gesundheitsamt die Heilkunde in begrenztem Maße ausüben“, erläutert Richter. Das mache die Sache kompliziert und erfordere eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung und eine Anpassung der Rahmenbedingungen. „Dies kann, wie wir schon leidvoll erfahren haben dauern“, so Richter. Kampagnenziel sei es daher, Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zu einer informierten Entscheidung zu unterstützen. „Wir werden die Kampagne daher verstärkt nah an der Zielgruppe in den Sozialen Medien platziere“, kündigt Richter an. Parallel werde man Unterstützer innerhalb und außerhalb der Ärzteschaft suchen, um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen und dann auch gemeinsam auf die Politik zuzugehen. „Das Problem ist zu groß geworden, um weiter die Augen davor zu verschließen, ich bin optimistisch, dass es uns gelingen wird, eine breite Allianz zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten zu schmieden“, schließt der Präsident der DGPRÄC.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Plastische Chirurgie und Orthopädie: Extreme und Extremitäten</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/plastische-chirurgie-und-orthopaedie-extreme-und-extremitaeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 10:00:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Krieg, Krisen, Katastrophen, kurz „3K“ haben gezeigt, dass die Resilienz im Gesundheitswesen gestärkt werden muss. Besonders klar wurde dies im klinischen Alltag im Rahmen der Versorgung Verletzter Patienten aus dem Ukraine Krieg,“ berichtet Prof. Ulrich Kneser, Direktor der Klinik für Hand-, Plastische &#38; Rekonstruktive Chirurgie / Schwerbrandverletztenzentrum an der BG-Unfallklinik Ludwigshafen und ergänzt: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Krieg, Krisen, Katastrophen, kurz „3K“ haben gezeigt, dass die Resilienz im Gesundheitswesen gestärkt werden muss. Besonders klar wurde dies im klinischen Alltag im Rahmen der Versorgung Verletzter Patienten aus dem Ukraine Krieg,“ berichtet Prof. Ulrich Kneser, Direktor der Klinik für Hand-, Plastische &amp; Rekonstruktive Chirurgie / Schwerbrandverletztenzentrum an der BG-Unfallklinik Ludwigshafen und ergänzt: „Es zeigte sich, was wir auch aus der zivilen Versorgung kennen, hier insbesondere beim Extremitätenerhalt:  Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie müssen zusammenarbeiten, um Amputationen zu verhindern und Form und Funktion zu erhalten.“</p>
<p><strong>Knöcherne Struktur und Weichgewebe<br />
</strong>„Bei der Behandlung komplexer Verletzungen ist es dringend erforderlich, das so genannte Weichgewebe von Anfang an gemeinsam mit der knöchernen Struktur zu betrachten und einen gemeinsamen Behandlungsweg zu planen und zu gehen“, erläutert Kneser. Plastisch-chirurgische Aufgabe sei es, das verletzte Weichgewebe mit darin liegenden Nerven und Gefäßen zu versorgen, Orthopädie und Unfallchirurgie kümmerten sich um die knöchernen Bereiche. Die  mit Sehnen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass eine nicht von Beginn an abgestimmte Behandlung zu unbefriedigenden Ergebnissen bis hin zur Amputation und unnötig langen Verläufen führe. „Für uns lag es auf der Hand, dass wir hier die Zusammenarbeit stärken und Kooperation qualitätsgesichert institutionalisieren müssen. In Konsequenz haben die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie sowie die DGPRÄC im Oktober 2025 eine gemeinsame AG Orthoplastik gegründet, ein Meilenstein, der nur der Anfang sein soll“, ist Kneser zuversichtlich und stellt klar, dass die Kooperation sowohl im zivilen Bereich als auch bei der Versorgung von so genannten Massenanfällen notwendig ist, um über standardisierte Verfahren Qualität zu sichern.</p>
<p><strong>Orthoplastische Kompetenzzentren<br />
</strong>Nach außen sichtbar werde diese Qualität künftig in Orthoplastischen Kompetenzzentren. Seit 20.07.2026 können Kliniken im TraumaNetzwerk DGU (OPZ) die Zertifizierung beantragen. Antragsberechtigt sind Kliniken mit einer gültigen Bescheinigung als Überregionales TraumaZentrum (ÜTZ). Mit der Zertifizierung werden Kliniken ausgezeichnet, die eine spezialisierte und interdisziplinäre Versorgung komplexer Extremitätenverletzungen sowie rekonstruktiv-chirurgischer Eingriffe gewährleisten. Im Mittelpunkt stehen die strukturierte Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie und plastischer, rekonstruktiver und ästhetischer Chirurgie sowie die Umsetzung definierter Qualitäts- und Strukturstandards. Innerhalb der TraumaNetzwerke stehen die Orthoplastischen Kompetenzzentren den angeschlossenen TraumaZentren als fachliche Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützen diese im interdisziplinären Austausch.</p>
<p>Zu den wesentlichen Anforderungen zählen unter anderem:</p>
<ul>
<li>eine plastisch-chirurgische Versorgungseinheit</li>
<li>interdisziplinäre Extremitätenboards</li>
<li>die 24/7-Verfügbarkeit der plastisch-rekonstruktiven Versorgung</li>
<li>mikrochirurgische Expertise</li>
<li>eine telemedizinische Vernetzung innerhalb des TraumaNetzwerks</li>
</ul>
<p>„Über diese Strukturen wird es künftig möglich sein, auch größere Einzugsgebiete in diesem Setting abzudecken, dabei insbesondere die telemedizinische Vernetzung ein Garant dafür, dass Patientinnen und Patienten die notwendige Kompetenz frühzeitig zur Verfügung gestellt wird. Wir können als Plastische Chirurginnen und Chirurgen frühzeitig mit den unfallchirurgischen Kolleginnen und Kollegen abstimmen, was diese bei ihrer Behandlung bedenken müssen, damit wir bei der meist abschließenden plastisch-chirurgischen Versorgung ein optimales Ergebnis erzielen können. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Beispiel Schule machen wird und auch außerhalb der TraumaNetzwerke erkannt wird, dass die frühzeitige interdisziplinäre Behandlungsplanung der Schlüssel zum Erfolg ist“, zeigt sich der Vizepräsident der DGPRÄC optimistisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/plastische-chirurgie-und-orthopaedie-extreme-und-extremitaeten/">Plastische Chirurgie und Orthopädie: Extreme und Extremitäten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nasenkorrekturen:  Risiken und Nebenwirkungen minimalinvasiver Behandlungen</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/nasenkorrekturen-risiken-und-nebenwirkungen-minimalinvasiver-behandlungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 10:00:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Die operative Nasenkorrektur (Rhinoplastik) gehört zu den anspruchsvollsten Eingriffen der plastischen und ästhetischen Chirurgie, entsprechend bestand ein Großteil meiner Arbeit seit jeher in der Korrektur vorheriger, operativer Eingriffe“, berichtet Dr. Nuri Alamuti einleitend. Ein recht neues Phänomen, dass ihm zunehmend Sorge bereite, seien operative Eingriffe nach vorheriger Nasenkorrektur durch Hyaluronsäurefiller, auch „Liquid Rhinoplasty“ [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/nasenkorrekturen-risiken-und-nebenwirkungen-minimalinvasiver-behandlungen/">Nasenkorrekturen:  Risiken und Nebenwirkungen minimalinvasiver Behandlungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Düsseldorf – „Die operative Nasenkorrektur (Rhinoplastik) gehört zu den anspruchsvollsten Eingriffen der plastischen und ästhetischen Chirurgie, entsprechend bestand ein Großteil meiner Arbeit seit jeher in der Korrektur vorheriger, operativer Eingriffe“, berichtet Dr. Nuri Alamuti einleitend. Ein recht neues Phänomen, dass ihm zunehmend Sorge bereite, seien operative Eingriffe nach vorheriger Nasenkorrektur durch Hyaluronsäurefiller, auch „Liquid Rhinoplasty“ genannt. Die Eingriffe seien deutlich erschwert, der operative Verlauf unvorhersehbar und anders als häufig dargestellt, sei auch die Erstbehandlung durchaus risikoreich.</p>
<p><strong>Kleiner Stich, keine Gefahr?<br />
</strong>„Für Patientinnen und Patienten ist die Vorstellung verlockend, keine Ausfallzeit, keine Narkose, sofort sichtbare Ergebnisse und deutlich geringere Kosten“, fasst Alamuti zusammen. Gehäuft stelle er diese verharmlosende Darstellung des Eingriffs in den Sozialen Medien fest. Das Versprechen der Anwender: Der Filler löse sich wieder auf, so könne die Nasenform immer wieder variiert werden, weshalb der Eingriff auch als Probelauf für eine spätere, operative Korrektur genutzt werden könne, die Risiken seien dabei minimal. „Dabei gelten Hyaluronsäure-Filler in der Nase als eine der risikoreicheren Filler-Anwendungen, da die Nase eine komplexe und dichte Gefäßversorgung hat ist das Komplikationspotenzial besonders hoch“, berichtet Alamuti und benennt die schwerwiegendsten Risiken:</p>
<ul>
<li><strong>Vaskuläre Okklusion (Gefäßverschluss):</strong>  Wird Filler versehentlich in ein Gefäß statt daneben injiziert, kann er Blutgefäße verstopfen.</li>
<li><strong>Hautnekrose:</strong> Als Folge einer Gefäßokklusion kann die Durchblutung der Haut unterbrochen werden, was zu Gewebeabsterben führen kann – meist an der Nasenspitze oder den Nasenflügeln.</li>
<li><strong>Erblindung:</strong> Sehr selten, aber dokumentiert. Die Nasenregion hat Gefäßverbindungen zur Augenarterie; gelangt Filler dorthin, kann es zu plötzlichem, teils dauerhaftem Sehverlust kommen. Dieses Risiko ist bei der Nase höher als bei den meisten anderen Filler-Bereichen im Gesicht.</li>
</ul>
<p>Daneben könne es zu weniger dramatischen Nebenwirkungen kommen, die Patientinnen und Patienten dennoch stark belasteten, darunter vor allem der Tyndall-Effekt, ein bläulicher Schimmer durch zu oberflächlich sitzendes Material, Schwellungen, Rötungen, Blutergüsse, Asymmetrie oder unregelmäßige Konturen, Überkorrektur, die auf den Blutfluss drückt, Granulome oder Knötchenbildung (selten, teils erst nach Monaten oder Jahren) sowie allergische Reaktionen (selten bei modernen HA-Fillern).</p>
<p><strong>Unterschätzte Langzeitfolgen<br />
</strong> „Hinzu kommt, dass spätere operative Eingriffe nach meiner Erfahrung meist deutlich erschwert sind“, berichtet Alamuti. Häufig fänden sich auch noch Jahre nach der Injektion während der Operation Fillerreste, wurde der Filler zuvor mit dem Enzym Hyaluronidase aufgelöst, komme es nach seiner Erfahrung zu einer gewissen Zerfließlichkeit des Bindesgewebes sowie des Perichondriums, einer straffen Schicht aus spezialisiertem Bindegewebe, welches die Oberflächen von Knorpelgeweben bedeckt. Sie ist durch Kollagenfasern mit dem Knorpelgewebe fest verbunden. „Das ist intraoperativ durchaus problematisch, da das Gewebe nicht mehr vorhersehbar reagiert“, so Alamuti. Entsprechend müssten häufig während der Operation vom Standard abweichende Lösungen gefunden werden, die das Risiko erhöhten und teilweise zu Lasten eines optimalen Ergebnisses gingen. „Wir sind noch dabei zu belegen und zu verstehen, was Hyaluronsäurefiller und Hyaluronidase kurz- und langfristig mit unterschiedlichen Gewebestrukturen machen. Aus meiner operativen Erfahrung möchte ich eindringlich davor warnen, diese Eingriffe als unkompliziert und reversibel zu betrachten“, schließt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und mahnt, sich in jedem Fall nur in die Hände von fachärztlich ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen zu begeben, die ein tiefes Verständnis der komplexen anatomischen Strukturen im Gesicht und hier vor allem der Nase haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/nasenkorrekturen-risiken-und-nebenwirkungen-minimalinvasiver-behandlungen/">Nasenkorrekturen:  Risiken und Nebenwirkungen minimalinvasiver Behandlungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Für den militärischen Ernstfall gerüstet: Neue Spezialzentren zur Versorgung Schwerverletzter</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/fuer-den-militaerischen-ernstfall-geruestet-neue-spezialzentren-zur-versorgung-schwerverletzter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 13:00:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin/Münster, 19.06.2026: Am Universitätsklinikum Münster (UKM) wurden am 19. Juni bei einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft Orthoplastische Chirurgie die ersten zertifizierten orthoplastischen Kompetenzzentren Deutschlands benannt. Damit soll die Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten verbessert und zugleich die medizinische Vorbereitung auf Krisen-, Katastrophen- und mögliche Bündnisfälle gestärkt werden. Langfristig soll in jedem TraumaNetzwerk DGU® mindestens ein solches [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/fuer-den-militaerischen-ernstfall-geruestet-neue-spezialzentren-zur-versorgung-schwerverletzter/">Für den militärischen Ernstfall gerüstet: Neue Spezialzentren zur Versorgung Schwerverletzter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin/Münster, 19.06.2026: Am Universitätsklinikum Münster (UKM) wurden am 19. Juni bei einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft Orthoplastische Chirurgie die ersten zertifizierten orthoplastischen Kompetenzzentren Deutschlands benannt. Damit soll die Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten verbessert und zugleich die medizinische Vorbereitung auf Krisen-, Katastrophen- und mögliche Bündnisfälle gestärkt werden. Langfristig soll in jedem TraumaNetzwerk DGU® mindestens ein solches Zentrum etabliert werden. „Die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg haben gezeigt, wie wichtig spezialisierte Strukturen für die Behandlung komplexer Explosions- und Mehrfachverletzungen sind. Mit den neuen Kompetenzzentren bündeln wir Expertise dauerhaft und machen sie für die Versorgung Schwerverletzter gezielt verfügbar“, sagt Prof. Dr. Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).</p>
<p>Wie entscheidend die enge Zusammenarbeit von Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Plastischer, Rekonstruktiver und Ästhetischer Chirurgie ist, zeigt das Beispiel eines Patienten mit einer schweren Explosions- oder Verkehrsverletzung: Neben mehrfach gebrochenen Knochen sind große Teile von Haut, Muskeln und Blutgefäßen zerstört. Ob eine Extremität erhalten werden kann, hängt dann nicht allein von der Stabilisierung der Knochen ab. „Entscheidend ist, dass die Spezialistinnen und Spezialisten von Beginn an gemeinsam behandeln. Nur so lassen sich bei solchen komplexen Verletzungen optimale Heilungsergebnisse erzielen“, sagt Prof. Dr. Ulrich Kneser, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC).</p>
<p>Wie sich die Expertise künftig innerhalb der TraumaNetzwerke DGU besser bündeln und verfügbar machen lässt, diskutieren derzeit rund 80 Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Treffen der Arbeitsgemeinschaft (AG) Orthoplastische Chirurgie der DGU und der DGPRÄC am Universitätsklinikum Münster. „Die enge Vernetzung von Kliniken kann den Zugang zu hochspezialisierter Versorgung deutlich verbessern. Wir diskutieren gemeinsame Qualitätsstandards, standardisierte Behandlungswege und Konzepte für eine gezielte Patientensteuerung“, sagt Prof. Dr. Tobias Hirsch, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft und <strong>Direktor der</strong> <strong>Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie am UKM (Universitätsklinikum Münster)</strong>.</p>
<p>Ein Schwerpunkt des Treffens liegt auf der Weiterentwicklung und bundesweiten Ausweitung der Zertifizierungsstrukturen für orthoplastische Kompetenzzentren innerhalb der TraumaNetzwerke DGU. „Patientinnen und Patienten profitieren von einer besseren Vernetzung der Kliniken. So können komplexe Verletzungen schneller dort behandelt werden, wo die notwendige Erfahrung und Infrastruktur vorhanden sind“, erklärt Prof. Dr. Alexander Friedrich, Ärztlicher Direktor des UKM.</p>
<p>Wichtige Impulse für diese Entwicklung lieferte bereits das bundesweit beachtete G-BA-Innovationsfondsprojekt EXPERT. Über ein digitales interdisziplinäres Extremitätenboard wurden dabei 32 Kliniken in Nordwestdeutschland bei der Behandlung komplexer Verletzungen unterstützt. Die positiven Erfahrungen gelten als wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau orthoplastischer Strukturen. „Resiliente Gesundheitsversorgung beginnt lange vor einer Krise. Wer spezialisierte Netzwerke aufbaut und Expertise bündelt, sorgt dafür, dass Schwerverletzte auch in außergewöhnlichen Situationen bestmöglich versorgt werden können“, sagt Prof. Dr. Steffen Roßlenbroich, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Orthoplastische Chirurgie.</p>
<div id="attachment_25809" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19_UKM_Gruendung-orthoplastische-Zentren-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-25809" class="wp-image-25809 size-medium" src="https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19_UKM_Gruendung-orthoplastische-Zentren-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19_UKM_Gruendung-orthoplastische-Zentren-300x200.jpg 300w, https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19_UKM_Gruendung-orthoplastische-Zentren-1024x683.jpg 1024w, https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19_UKM_Gruendung-orthoplastische-Zentren-768x512.jpg 768w, https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19_UKM_Gruendung-orthoplastische-Zentren-1536x1024.jpg 1536w, https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-06-19_UKM_Gruendung-orthoplastische-Zentren-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-25809" class="wp-caption-text">v.l.: Prof. Dr. Alex W. Friedrich, Ärztlicher Direktor des UKM. Prof. Dr. Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Prof. Dr. Ulrich Kneser, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC). Prof. Dr. Steffen Roßlenbroich, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Orthoplastische Chirurgie. Prof. Dr. Tobias Hirsch, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft und Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie am UKM. Copyright: Universitätsklinikum Münster (UKM)</p></div>
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		<title>Patientenschutz in der ästhetischen Chirurgie – minimalinvasive Eingriffe: Risiken und Bedeutung der Arztwahl</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/patientenschutz-in-der-aesthetischen-chirurgie-minimalinvasive-eingriffe-risiken-und-bedeutung-der-arztwahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Hyaluronsäure-Filler, Fadenlifting, Radiofrequenz- oder Ultraschallbehandlungen zur Hautstraffung – all diese Verfahren erleben seit Jahren einen massiven Boom, nicht zuletzt befeuert durch Social Media“, sagt Dr. Dirk Richter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC). „Dabei wird zu selten über die Risiken gesprochen.“ Der international anerkannte Gesichtschirurg und ehemalige [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Hyaluronsäure-Filler, Fadenlifting, Radiofrequenz- oder Ultraschallbehandlungen zur Hautstraffung – all diese Verfahren erleben seit Jahren einen massiven Boom, nicht zuletzt befeuert durch Social Media“, sagt Dr. Dirk Richter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC). „Dabei wird zu selten über die Risiken gesprochen.“ Der international anerkannte Gesichtschirurg und ehemalige Präsident des Weltverbands ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery) sieht es als Kernaufgabe seiner kommenden Amtszeit als Präsident der DGPRÄC, Patient:innen und Kolleg:innen für diese Risiken zu sensibilisieren.</p>
<p><strong>Minimalinvasiv – nicht risikofrei</strong><br />
In der operativen Praxis zeigen sich zunehmend die Langzeitfolgen vermeintlich harmloser Behandlungen. Besonders Hyaluronsäure-Filler, seit fast 30 Jahren breit eingesetzt, können auch nach langer Zeit noch im Gewebe nachweisbar sein. „Viele Patient:innen sind überrascht, wenn wir während eines Eingriffs auf Fillerreste stoßen, an deren Injektion sie sich oft nicht einmal mehr erinnern“, berichtet Richter.</p>
<p>Hyaluronidase (Hylase) ist dabei ein unverzichtbares Medikament, um Filler-Komplikationen – etwa Gefäßverschlüsse, Knötchen oder Fehlplatzierungen – zu behandeln. Wissenschaftlich gesichert ist, dass Hylase sowohl injizierte als auch körpereigene Hyaluronsäure abbaut. Während das körpereigene Hyaluron innerhalb von Stunden bis Tagen wieder ersetzt wird, können manche Filler nur schwer oder gar nicht vollständig entfernt werden.</p>
<p><strong>Differenzierte Betrachtung – kein Verteufeln minimalinvasiver Methoden</strong><br />
Richter stellt klar: „Filler oder apparative Verfahren sind wichtige Instrumente bei modernen ästhetischen Behandlungen – wenn sie richtig eingesetzt werden. Sie können hervorragende Ergebnisse liefern, etwa bei jungen Patient:innen mit frühen Alterungszeichen oder bei minimalen Korrekturen.“</p>
<p>Problematisch werde es, wenn ohne Weitsicht gehandelt wird: „Wenn eigentlich eine operative Straffung mittel- oder langfristig die bessere Lösung wäre, ist es keine gute Option, über Jahre immer mehr Filler zu injizieren. Viele Patient:innen erleben dann eine ‚Filler Fatigue‘ – sie sind enttäuscht von der ausbleibenden oder unnatürlichen Wirkung minimalinvasiver Behandlungen und wenden sich zunehmend chirurgischen Verfahren zu. Allerdings können Vernarbungen, Verklebungen und Gewebeveränderungen durch frühere Behandlungen die Ergebnisse späterer Operationen erschweren und manchmal den gewünschten Effekt mindern.“</p>
<p>Ein zusätzliches Problem: Nicht operativ tätige Ärzt:innen oder Heilpraktiker empfehlen in der Regel keine chirurgischen Alternativen – und sie sehen auch nicht, welche Veränderungen ihre Behandlungen im Gewebe langfristig verursachen. „Die Folgen zeigen sich oft erst, wenn Jahre später eine Operation notwendig wird – und dann wird deutlich, wie sehr das Gewebe durch Vorbehandlungen verändert sein kann“, so Richter.</p>
<p><strong>Augen auf bei der Arztwahl</strong><br />
„Die individuellen Risiken hängen entscheidend von der Qualifikation der Behandler:innen ab“, so Richter. Nur Fachärzt:innen mit umfassender plastisch-ästhetischer Ausbildung können abwägen, welches Verfahren wann sinnvoll ist – minimalinvasiv oder chirurgisch. „Ohne fundierte Ausbildung können groteske Ergebnisse entstehen. Deshalb müssen Patient:innen sehr genau auf die Qualifikation achten.“</p>
<p>Die DGPRÄC will daher verstärkt den Dialog mit der Politik suchen. „Patientensicherheit muss Vorrang haben. In einem durch soziale Medien entfesselten Markt braucht es klare Qualitätsstandards und Schutzmechanismen für Patient:innen“, fasst Richter zusammen.</p>
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		<title>Der Besondere Patient 2025: Innovatives Filmprojekt somalischer Selbsthilfegruppe</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-innovatives-filmprojekt-somalischer-selbsthilfegruppe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) e.V. verleiht den Preis „Der besondere Patient“ 2025 an das „Halima Kollektiv“, eine Selbsthilfegruppe somalischer Überlebender weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C). Die vier Frauen – Eido, Fartun, Fahma und Jawahir – haben zusammen mit der Filmemacherin Linda Verweyen und Hawo Abdulle von „Frauenrecht ist [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-innovatives-filmprojekt-somalischer-selbsthilfegruppe/">Der Besondere Patient 2025: Innovatives Filmprojekt somalischer Selbsthilfegruppe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) e.V. verleiht den Preis „Der besondere Patient“ 2025 an das „Halima Kollektiv“, eine Selbsthilfegruppe somalischer Überlebender weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C). Die vier Frauen – Eido, Fartun, Fahma und Jawahir – haben zusammen mit der Filmemacherin Linda Verweyen und Hawo Abdulle von „Frauenrecht ist Menschenrecht e. V.“ (FIM) den Kurzfilm <strong>„Halima – Eine Anleitung zum Starksein“</strong> geschaffen. Damit brechen sie das Schweigen über FGM/C, dienen anderen Betroffenen als Vorbild und schaffen gesellschaftliche Aufmerksamkeit für ein lange tabuisiertes Thema.</p>
<p><strong>Vier Frauen, ein Film, ein starkes Signal<br />
</strong>Alle vier Frauen stammen aus dem von Krieg zerrütteten Somalia, wo sie als Kinder der Genitalbeschneidung unterzogen wurden. Diese menschenrechtsverletzende Praxis hatte jahrzehntelang Einfluss auf ihr Leben: chronische gesundheitliche Probleme und seelische Belastungen, dies alles unter einem Schleier der Tabuisierung. Hoffnung gab es erst seit ihrer Flucht nach Deutschland, wo mit der Unterstützung des Beratungszentrums Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. (FIM) endlich die Tür zu einer angemessenen medizinischen Versorgung geöffnet wurde. Der Film „Halima – Eine Anleitung zum Starksein“ erzählt von dieser Realität, den Hürden im Alltag Betroffener und von ihrer Resilienz. Basierend auf ihren Geschichten verkörpert die Figur Halima das gemeinsame Erleben – eine Frau, die trotz Krieg, Flucht, Ausgrenzung und den Folgen von FGM/C Stärke entwickelt. Nach einer Rekonstruktions-Operation macht sie sich auf den Heimweg, mit der Regionalbahn. Die Zugfahrt, die den Filmrahmen bildet, wird zur Metapher für ein Leben voller Stationen, in dem Schmerz, Widerstände, aber auch Kraft und Hoffnung ihren Platz haben.</p>
<p><strong>Formen der weiblichen Genitalverstümmelung<br />
</strong>Wie umfangreich eine Wiederherstellung von Form und Funktion ausfallen kann, hängt zunächst davon ab, auf welche Art und Weise die Betroffenen verstümmelt wurden. Dabei reicht das Spektrum von der Amputation der Klitorisspitze und/oder der Klitorisvorhaut über die Abtrennung der inneren Labien bis hin zur Entfernung auch der äußeren Labien und der Vernähung der entstandenen Wunde, sodass nur eine sehr kleine Vaginalöffnung bleibt (Infibulation).</p>
<p>„Man kann die Gefährlichkeit dieser Praxis nicht übertreiben. Eine solche Verstümmelung birgt zunächst unmittelbare Risiken, etwa die Übertragung von Krankheiten wie HIV, oder Infektionen bis hin zur Sepsis und dem Tod. Haben die Mädchen überlebt, müssen sie meist langfristig mit gesundheitlichen Problemen kämpfen“, erläutert Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Lehnhardt. „Das können beispielsweise vernarbte Wunden, Fisteln und Schmerzen sein. Manche Betroffene verfügen nur noch über ein eingeschränktes oder auch nicht vorhandenes sexuelles Empfinden, andere leiden unter Inkontinenz“, führt der Plastische Chirurg weiter aus.</p>
<p><strong>Möglichkeiten einer Rekonstruktion<br />
</strong>Bei einer Rekonstruktion ist oft mehr möglich, als es zunächst den Anschein hat. Die Klitoris kann eine Länge von bis zu dreizehn Zentimetern erreichen, so dass oft auch nach einer Beschneidung noch genügend Gewebe für eine Rekonstruktion vorhanden ist. Bei der Operation wird zunächst vernarbtes Gewebe, das durch die Beschneidung entstanden ist, entfernt, und dann das Halteband der Klitoris durchtrennt. Dadurch werden mehr unverletzte Anteile freigelegt, die dann neu positioniert und fixiert werden. Optimalerweise können dadurch die Sensibilität und Funktion spürbar verbessert werden. Oft steht außerdem genügend Gewebe zur Verfügung, um zudem eine Klitorisvorhaut sowie neue Labien zu formen.</p>
<p>Allerdings betont Lehnhardt, dass chirurgische Maßnahmen allein für betroffene Frauen oft nicht ausreichen. Wichtig sei eine psychosoziale Begleitung, Gespräche und der Kontakt mit anderen Betroffenen – so wie es auch über FIM stattgefunden hat – entscheidend. Für die operative Expertise hingegen konnte FIM eine Kooperation mit dem Plastischen Chirurgen PD Dr. med. Dan mon O’Dey aufbauen. Seit 2021 wurde so über 50 Frauen geholfen. Die Finanzierung des Eingriffs übernehmen in der Regel die Krankenkassen, in bestimmten Fällen auch das Sozialamt oder Stiftungen.</p>
<p><strong>Gesellschaftliche Aufklärung als Ziel<br />
</strong>Nach Schätzungen des Familienministeriums leben rund 74.000 Frauen und Mädchen in Deutschland, die von FGM/C betroffen sind. Doch nur wenige finden Zugang zu medizinischer Hilfe, da spezialisiertes Wissen nach wie vor rar ist. Projekte wie das in Hessen aufgebaute Beratungs- und Versorgungsnetzwerk leisten hier Pionierarbeit.</p>
<p>Mit Filmvorführungen und begleitenden Publikumsgesprächen möchte die Gruppe künftig bundesweit Aufmerksamkeit schaffen, Integration fördern und Aufklärung in die Communities hineintragen. Das Projekt zeigt: Stärkung und Heilung entstehen nicht nur durch chirurgische Behandlung, sondern auch durch Teilhabe, Selbstvertretung, Gemeinschaft und kreative Ausdrucksformen.</p>
<p>Die DGPRÄC würdigt mit der Preisvergabe den beispielhaften Mut der Betroffenen, angesichts des sensiblen und intimen Themas ihre Geschichte zu teilen und damit auch die Möglichkeiten aufzuzeigen, die plastisch-rekonstruktive Chirurgie eröffnen kann. Der Preis „Der besondere Patient“ soll zugleich Aufklärung fördern, Empathie stärken und anderen von FGM/C betroffenen Frauen Mut machen, sich Hilfe zu suchen. Die Verleihung des mit 3.000 Euro dotierten Preises fand im Rahmen der 55. DGPRÄC-Jahrestagung am 25. September 2025 in Leipzig statt.</p>
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		<title>Adipositas und ihre Folgen: Körperstraffungsoperationen – wenn der Hautmantel wieder passt!</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/adipositas-und-ihre-folgen-koerperstraffungsoperationen-wenn-der-hautmantel-wieder-passt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bei starkem Gewichtsverlust, sei es durch bariatrische Eingriffe, so genannten „Abnehmspritzen“ oder eine nachhaltige Ernährungsumstellung, kann der Hautmantel und das Unterhautfettgewebe sich häufig nicht mehr zurückbilden, es kommt quasi nicht mehr mit,“ leitet Prof. Dr. Adrian Dragu, Direktor der Abteilung für Plastische und Handchirurgie im Universitäts-Centrum für Orthopädie, Unfall- &#38; Plastische Chirurgie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/adipositas-und-ihre-folgen-koerperstraffungsoperationen-wenn-der-hautmantel-wieder-passt/">Adipositas und ihre Folgen: Körperstraffungsoperationen – wenn der Hautmantel wieder passt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bei starkem Gewichtsverlust, sei es durch bariatrische Eingriffe, so genannten „Abnehmspritzen“ oder eine nachhaltige Ernährungsumstellung, kann der Hautmantel und das Unterhautfettgewebe sich häufig nicht mehr zurückbilden, es kommt quasi nicht mehr mit,“ leitet Prof. Dr. Adrian Dragu, Direktor der Abteilung für Plastische und Handchirurgie im Universitäts-Centrum für Orthopädie, Unfall- &amp; Plastische Chirurgie des Carl Gustav Carus Universitätsklinikum Dresden ein. Häufig verblieben überschüssige Haut- und Fettgewebsanteile, insbesondere im Bereich des Bauches, aber auch im Bereich des Gesäßes, im Bereich der Oberschenkel sowie im Bereich der Brüste und der Oberarme, die die Beweglichkeit einschränken und/oder Entzündungen der Haut provozieren. Hier könne die Plastische Chirurgie helfen, dürfe es aber häufig nicht zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkasse</p>
<p><strong>Sorgfältige Indikationsstellung<br />
</strong>„Insbesondere so genannte Fettschürzen am Bauch schränken die Mobilität erheblich ein. Hinzu kommt, dass vor allem an Bauch und Brust dauerhaft Haut auf Haut liegt. Dies führt unweigerlich zu einem feuchten Klima sowie Reibung und damit zu dauerhaften Entzündungen und Pilzerkrankungen. So ergibt sich bei diesen Patienten und Patientinnen die medizinische Notwendigkeit einer körperformenden Straffung in spezifischen Körperregionen“, berichtet der Plastische Chirurg aus der Praxis. Hinzu käme das seelische Leid Betroffener, die viel auf sich genommen hätten, um wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und dann aus Scham weiter eingeschränkt seien. „Obgleich die unter meiner Beteiligung 2018 erstellte und in Aktualisierung befindliche Leitlinie „Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen“ den Bedarf ganz klar adressiert und mit starkem Expertenkonsens die regelhafte Vorstellung in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie empfiehlt, ist das nach meiner Erfahrung längst nicht immer der Fall“, berichtet Dragu aus der Praxis.</p>
<p><strong>Die Kostenübernahme</strong><br />
Hätten es Betroffene dann in die Sprechstunde geschafft, so beginne in der Auseinandersetzung mit der Krankenkasse der nächste Kampf. „Die Kostenübernahme ist immer eine Einzelfallentscheidung, sie erfordert regelhaft die Vorstellung beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse, der dann meist fachfremd die Indikation prüft“, berichtet Dragu. Dies sei nicht nur entwürdigend für Patientinnen und Patienten, es untergrabe letztlich auch die ärztliche Diagnose und Behandlungsfreiheit. „Wir stellen sorgfältig die Diagnose und wissen sehr wohl zwischen medizinisch notwendigem Eingriff und ästhetischer Korrektur zu unterscheiden“, empört sich der Plastische Chirurg und stellt klar: „Diese langwierigen Antragsverfahren verschlingen Ressourcen und entwürdigen die Patientinnen und Patienten. Ich würde mir hier Vertrauen in unsere Urteilskraft wünschen. „Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen zeigt aber auch, es gibt offenbar große regionale Unterschiede, das ist weder fair noch nachvollziehbar. Bei uns in Dresden scheint die Situation noch halbwegs erträglich“, so Dragu.</p>
<p><strong>Ein weitreichender Eingriff<br />
</strong>Zuletzt stellt Dragu klar, dass es sich bei den erforderlichen Operationen um weitreichende Eingriffe handelt. Wichtig sei, dass die Straffungsoperationen von qualifizierten Operateuren durchgeführt würden. Daher rate die Leitlinie, dass jeder Patient nach starker Gewichtsabnahme die Möglichkeit erhalten solle, sich einem Plastischen Chirurgen vorzustellen. Schließlich verweise die Leitlinie auch auf Studien, die belegen, dass trotz der häufig langen und sichtbaren Narben die Lebensqualität positiv beeinflusst werde und das Gewicht konstant bleibe. „Dies deckt sich auch mit meinen klinischen Erfahrungen“, erläutert Dragu abschließend.</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong><br />
<a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/088-001l_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2018-02-abgelaufen.pdf">S3 Leitlinie metabolische Chirurgie</a><br />
<a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/088-001p_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2020-06.pdf">Patientenleitlinie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/adipositas-und-ihre-folgen-koerperstraffungsoperationen-wenn-der-hautmantel-wieder-passt/">Adipositas und ihre Folgen: Körperstraffungsoperationen – wenn der Hautmantel wieder passt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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		<title>Plastische Chirurgie in Sachsen: 1832 bis heute – eine Erfolgsgeschichte</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/plastische-chirurgie-in-sachsen-1832-bis-heute-eine-erfolgsgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bereits 1838 prägte der Dresdner Chirurg Eduard Zeiss im deutschsprachigen Raum mit seiner Publikation „Handbuch der plastischen Chirurgie“ den Begriff Plastische Chirurgie“, leitet Kongresspräsident Dr. Jörg Andreas Rössler ein. Das Fach gab es in Westdeutschland dann erst seit 1978 als Teilgebiet der Chirurgie. Im selben Jahr wurde in Leipzig das erste und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/plastische-chirurgie-in-sachsen-1832-bis-heute-eine-erfolgsgeschichte/">Plastische Chirurgie in Sachsen: 1832 bis heute – eine Erfolgsgeschichte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bereits 1838 prägte der Dresdner Chirurg Eduard Zeiss im deutschsprachigen Raum mit seiner Publikation „Handbuch der plastischen Chirurgie“ den Begriff Plastische Chirurgie“, leitet Kongresspräsident Dr. Jörg Andreas Rössler ein. Das Fach gab es in Westdeutschland dann erst seit 1978 als Teilgebiet der Chirurgie. Im selben Jahr wurde in Leipzig das erste und einzige Brandverletztenzentrum in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Klinikum St. Georg initiiert, dies unter Leitung der Anästhesie und Chirurgie. Das Fach Plastische Chirurgie habe es in der DDR nicht gegeben, führt Rößler aus. Das Brandverletztenzentrum bestehe bis heute, es sei damals in Reaktion auf den Flugzeugabsturz in Schkeuditz gegründet worden, um den Messebesucherinnen und Besuchern sowie der der Bevölkerung eine sichere Infrastruktur zu bieten.</p>
<p><strong>Leipzig als Keimzelle  </strong><br />
„1993 übernahm PD Dr. Michael Steen das Verbrennungszentrum und setzte durch, dass am Standort auch eine Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Handchirurgie gegründet wurde. Gleichzeitig wurde die Erneuerung des Brandverletztenzentrums auf den aktuellen Stand in die Wege geleitet.“ Es habe sich, so Rößler, um die erste Klinik für Plastische Chirurgie in den neuen Bundesländern gehandelt. Zuvor sei die Plastische Chirurgie fachfremd von Dermatologen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen sowie Gynäkologen erbracht worden, ähnlich wir vor 1978 auch in der BRD. Mit der Gründung der Abteilung ging es dann aufwärts. „2012 folgten besetzt mit Prof. Dr. Stefan Langer Klinik und Lehrstuhl in Leipzig, 2017 dann beides in Dresden unter der Leitung von Prof. Dr. Adrian Dragu, womit auch die akademische Plastische Chirurgie Sachsens in Leipzig ihren Anfang nahm.“, fasst der in Dresden niedergelassene Plastische Chirurg zusammen.</p>
<p><strong>Rasante Entwicklung: 2005-2025<br />
</strong>Beeindrucken sei die Entwicklung der letzten 20 Jahre: „2005 gab es in Sachsen vier Kliniken/ Abteilungen für Plastische Chirurgie und sieben Praxen, zwei Praxen sowie eine Klinik befanden sich in Leipzig. Heute gibt es 13 plastisch-chirurgische Praxen/ Privatkliniken im Bundesland, davon acht in Leipzig, wobei drei eine Kassenzulassung haben, eine ambulante kassenärztliche Versorgung ist weiterhin in zwei Dresdner Praxen möglich, darunter meine, sowie in je einer Praxis in Chemnitz sowie Zwickau. Daneben stehen der Bevölkerung im Bundesland acht Kliniken/ Abteilungen zur Verfügung“, berichtet der Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurg. Das reiche im niedergelassenen kassenärztlichen Bereich kaum aus, um die Bevölkerung zu versorgen. „Vor allem handchirurgisch stelle ich in meiner Dresdner Praxis einen hohen Bedarf fest, der kaum zu erfüllen ist, obgleich auch einige orthopädische und unfallchirurgische Kollegen sich hier einbringen. Die Krankenhausreform kann hier ggfs. helfen, wenn sie eine Ausweitung der Klinikambulanzen mit sich bringt, kommt es jedoch zu Klinikschließungen, so könnten wir hier in eine kritische Situation kommen“, mahnt Rößler. „Weniger Probleme sehe ich im Bereich der Selbstzahler und hier vor allem bei ästhetischen Eingriffen, hier gibt es einen konstanten, fast linearen Zuwachs von Angebot und Nachfrage. Zentraler ist hier die exponentielle Zunahme von obskuren Anbietern ästhetischer Eingriffe“, so Rößler. Das reiche von Heilpraktikern, über „beauty docs“ bis hin zu Kosmetikerinnen, die im Hinterzimmer praktizieren. „Mit den Komplikationen haben wir es dann regelmäßig zu tun und sehen eine deutliche Zunahme“, schließt Rößler.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/plastische-chirurgie-in-sachsen-1832-bis-heute-eine-erfolgsgeschichte/">Plastische Chirurgie in Sachsen: 1832 bis heute – eine Erfolgsgeschichte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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		<title>Der Besondere Patient 2025: „Eine weite Reise und ein komplexer Eingriff“</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-eine-weite-reise-und-ein-komplexer-eingriff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:17 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.dgpraec.de/?post_type=pressemitteilungen&#038;p=24749</guid>

					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Der 10-jährige Mirwais stürzte Ende 2023 in seinem Heimatland Afghanistan so unglücklich von einem Dach, dass er sich eine komplizierte Fraktur von Elle und Speiche des rechten Unterarms zuzog. Mehrere Operationen vor Ort führten leider nicht zur Heilung, im Gegenteil: Es entwickelte sich ein schwerer Infekt mit chronischer Osteomyelitis. Dabei handelt es [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-eine-weite-reise-und-ein-komplexer-eingriff/">Der Besondere Patient 2025: „Eine weite Reise und ein komplexer Eingriff“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Der 10-jährige Mirwais stürzte Ende 2023 in seinem Heimatland Afghanistan so unglücklich von einem Dach, dass er sich eine komplizierte Fraktur von Elle und Speiche des rechten Unterarms zuzog. Mehrere Operationen vor Ort führten leider nicht zur Heilung, im Gegenteil: Es entwickelte sich ein schwerer Infekt mit chronischer Osteomyelitis. Dabei handelt es sich um eine entzündliche, destruktive Erkrankung des Knochens, die nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch die Funktion stark einschränkt. Letztendlich war die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass die betroffenen Knochen in Unterarm und Handwurzel derart degeneriert waren, wodurch die Hand komplett funktionslos war. Neben den Schmerzen litt das Kind daher unter einer massiv eingeschränkten Lebensqualität.</p>
<p><strong>Über das Friedensdorf International nach Bochum</strong><br />
Eine Kooperation zwischen dem Friedensdorf International und der Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie Bergmannsheil Bochum half hier weiter: Das Friedensdorf sorgte sich darum, dass der Junge nach Deutschland gebracht wurde und hier betreut wird, das Bergmannsheil Bochum übernahm die Kosten für die Operation. Dabei erforderte die komplexe Verletzung die ganze Erfahrung der Plastischen Chirurg:innen. Das OP-Team unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Marcus Lehnhardt (Chefarzt der Klinik und Präsident der DGPRÄC) nahm zunächst ein Débridement vor, sprich abgestorbene und infizierte Knochen und Gewebe wurden entfernt. „Parallel dazu haben wir den zerstörten Knochenbereich mit einem freien Transplantat vom Wadenbein rekonstruiert“, so Lehnhardt. „Das heißt, wir haben zunächst gesunden Knochen aus dem Unterschenkel entnommen, diesen ins Handgelenk eingepasst und dort wieder an die Blutversorgung angeschlossen.“ Nach etwa sechs Wochen stellten die Plastischen Chirurgen erfreut fest, dass der Eingriff gelungen und das Knochen-Transplantat gut eingeheilt war. Dem Ziel, Mirwais eine schmerzfreie, belastbare und funktionelle Hand zurückzugeben, war man damit den entscheidenden Schritt nähergekommen.</p>
<p>Dabei zeigte der junge Patient während der gesamten Behandlung bemerkenswerten Mut, Geduld und Vertrauen gegenüber seinen Behandelnden, dies trotz mehreren tausend Kilometern Entfernung zu seiner Familie und Heimat, der Sprachbarriere und der schweren Krankheitsgeschichte. „Mirwais befindet sich aktuell noch in intensiver Physio- und Ergotherapie, um die Beweglichkeit und Funktion der Hand schrittweise wiederzuerlangen, bevor er in seine Heimat zurückkehren wird“, berichtet Lehnhardt und führt aus: „Wir konnten nicht nur seine Schmerzen lindern, sondern ihm mit der nun wieder funktionellen rechten Hand auch eine Perspektive für die Zukunft schaffen. Mirwais war dabei sehr tapfer und wir freuen uns, dass wir helfen konnten. Dabei spielt auch die gute Betreuung im Friedensdorf in Oberhausen eine entscheidende Rolle.“</p>
<p>Mirwais wird von der DGPRÄC mit dem Preis „Der besondere Patient“ ausgezeichnet. Dieser Preis ehrt Menschen, deren Operation die vielfältigen Möglichkeiten der Plastischen Chirurgie erkennen lässt und deren Courage auch anderen Betroffenen Mut machen kann. Mirwais Schicksal steht dabei stellvertretend für viele Kinder aus Krisenregionen. Die Verleihung des mit 1.500 Euro dotierten Preises findet im Rahmen der 55. DGPRÄC-Jahrestagung am 26. September 2025 in Leipzig statt. Bei der Tagung ist auch das Friedensdorf International anwesend, um neue Kooperationspartner zu gewinnen, so dass noch vielen Kindern geholfen werden kann.</p>
<p><strong>Das Friedensdorf international<br />
</strong>Seit 1967 hilft Friedensdorf International verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten durch medizinische Behandlungen in Europa. Mit nachhaltigen Projekten wird die medizinische Versorgung in verschiedenen Ländern weltweit verbessert und die friedenspädagogische Arbeit des Friedensdorf Bildungswerkes fördert soziales Bewusstsein besonders bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Zuletzt hat Friedensdorf International mehrfach Soforthilfe nach Überschwemmungen und Erdbeben in Afghanistan geleistet. Auch steigt die Zahl der Auslandsoperationen, die das Friedensdorf nach einer Prüfung der Möglichkeiten vor Ort finanziert.</p>
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