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	<title>Pressemitteilungen Archiv - Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</title>
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	<title>Pressemitteilungen Archiv - Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</title>
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		<title>Patientenschutz in der ästhetischen Chirurgie – minimalinvasive Eingriffe: Risiken und Bedeutung der Arztwahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Hyaluronsäure-Filler, Fadenlifting, Radiofrequenz- oder Ultraschallbehandlungen zur Hautstraffung – all diese Verfahren erleben seit Jahren einen massiven Boom, nicht zuletzt befeuert durch Social Media“, sagt Dr. Dirk Richter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC). „Dabei wird zu selten über die Risiken gesprochen.“ Der international anerkannte Gesichtschirurg und ehemalige [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Hyaluronsäure-Filler, Fadenlifting, Radiofrequenz- oder Ultraschallbehandlungen zur Hautstraffung – all diese Verfahren erleben seit Jahren einen massiven Boom, nicht zuletzt befeuert durch Social Media“, sagt Dr. Dirk Richter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC). „Dabei wird zu selten über die Risiken gesprochen.“ Der international anerkannte Gesichtschirurg und ehemalige Präsident des Weltverbands ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery) sieht es als Kernaufgabe seiner kommenden Amtszeit als Präsident der DGPRÄC, Patient:innen und Kolleg:innen für diese Risiken zu sensibilisieren.</p>
<p><strong>Minimalinvasiv – nicht risikofrei</strong><br />
In der operativen Praxis zeigen sich zunehmend die Langzeitfolgen vermeintlich harmloser Behandlungen. Besonders Hyaluronsäure-Filler, seit fast 30 Jahren breit eingesetzt, können auch nach langer Zeit noch im Gewebe nachweisbar sein. „Viele Patient:innen sind überrascht, wenn wir während eines Eingriffs auf Fillerreste stoßen, an deren Injektion sie sich oft nicht einmal mehr erinnern“, berichtet Richter.</p>
<p>Hyaluronidase (Hylase) ist dabei ein unverzichtbares Medikament, um Filler-Komplikationen – etwa Gefäßverschlüsse, Knötchen oder Fehlplatzierungen – zu behandeln. Wissenschaftlich gesichert ist, dass Hylase sowohl injizierte als auch körpereigene Hyaluronsäure abbaut. Während das körpereigene Hyaluron innerhalb von Stunden bis Tagen wieder ersetzt wird, können manche Filler nur schwer oder gar nicht vollständig entfernt werden.</p>
<p><strong>Differenzierte Betrachtung – kein Verteufeln minimalinvasiver Methoden</strong><br />
Richter stellt klar: „Filler oder apparative Verfahren sind wichtige Instrumente bei modernen ästhetischen Behandlungen – wenn sie richtig eingesetzt werden. Sie können hervorragende Ergebnisse liefern, etwa bei jungen Patient:innen mit frühen Alterungszeichen oder bei minimalen Korrekturen.“</p>
<p>Problematisch werde es, wenn ohne Weitsicht gehandelt wird: „Wenn eigentlich eine operative Straffung mittel- oder langfristig die bessere Lösung wäre, ist es keine gute Option, über Jahre immer mehr Filler zu injizieren. Viele Patient:innen erleben dann eine ‚Filler Fatigue‘ – sie sind enttäuscht von der ausbleibenden oder unnatürlichen Wirkung minimalinvasiver Behandlungen und wenden sich zunehmend chirurgischen Verfahren zu. Allerdings können Vernarbungen, Verklebungen und Gewebeveränderungen durch frühere Behandlungen die Ergebnisse späterer Operationen erschweren und manchmal den gewünschten Effekt mindern.“</p>
<p>Ein zusätzliches Problem: Nicht operativ tätige Ärzt:innen oder Heilpraktiker empfehlen in der Regel keine chirurgischen Alternativen – und sie sehen auch nicht, welche Veränderungen ihre Behandlungen im Gewebe langfristig verursachen. „Die Folgen zeigen sich oft erst, wenn Jahre später eine Operation notwendig wird – und dann wird deutlich, wie sehr das Gewebe durch Vorbehandlungen verändert sein kann“, so Richter.</p>
<p><strong>Augen auf bei der Arztwahl</strong><br />
„Die individuellen Risiken hängen entscheidend von der Qualifikation der Behandler:innen ab“, so Richter. Nur Fachärzt:innen mit umfassender plastisch-ästhetischer Ausbildung können abwägen, welches Verfahren wann sinnvoll ist – minimalinvasiv oder chirurgisch. „Ohne fundierte Ausbildung können groteske Ergebnisse entstehen. Deshalb müssen Patient:innen sehr genau auf die Qualifikation achten.“</p>
<p>Die DGPRÄC will daher verstärkt den Dialog mit der Politik suchen. „Patientensicherheit muss Vorrang haben. In einem durch soziale Medien entfesselten Markt braucht es klare Qualitätsstandards und Schutzmechanismen für Patient:innen“, fasst Richter zusammen.</p>
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		<title>Der Besondere Patient 2025: Innovatives Filmprojekt somalischer Selbsthilfegruppe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) e.V. verleiht den Preis „Der besondere Patient“ 2025 an das „Halima Kollektiv“, eine Selbsthilfegruppe somalischer Überlebender weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C). Die vier Frauen – Eido, Fartun, Fahma und Jawahir – haben zusammen mit der Filmemacherin Linda Verweyen und Hawo Abdulle von „Frauenrecht ist [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-innovatives-filmprojekt-somalischer-selbsthilfegruppe/">Der Besondere Patient 2025: Innovatives Filmprojekt somalischer Selbsthilfegruppe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) e.V. verleiht den Preis „Der besondere Patient“ 2025 an das „Halima Kollektiv“, eine Selbsthilfegruppe somalischer Überlebender weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C). Die vier Frauen – Eido, Fartun, Fahma und Jawahir – haben zusammen mit der Filmemacherin Linda Verweyen und Hawo Abdulle von „Frauenrecht ist Menschenrecht e. V.“ (FIM) den Kurzfilm <strong>„Halima – Eine Anleitung zum Starksein“</strong> geschaffen. Damit brechen sie das Schweigen über FGM/C, dienen anderen Betroffenen als Vorbild und schaffen gesellschaftliche Aufmerksamkeit für ein lange tabuisiertes Thema.</p>
<p><strong>Vier Frauen, ein Film, ein starkes Signal<br />
</strong>Alle vier Frauen stammen aus dem von Krieg zerrütteten Somalia, wo sie als Kinder der Genitalbeschneidung unterzogen wurden. Diese menschenrechtsverletzende Praxis hatte jahrzehntelang Einfluss auf ihr Leben: chronische gesundheitliche Probleme und seelische Belastungen, dies alles unter einem Schleier der Tabuisierung. Hoffnung gab es erst seit ihrer Flucht nach Deutschland, wo mit der Unterstützung des Beratungszentrums Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. (FIM) endlich die Tür zu einer angemessenen medizinischen Versorgung geöffnet wurde. Der Film „Halima – Eine Anleitung zum Starksein“ erzählt von dieser Realität, den Hürden im Alltag Betroffener und von ihrer Resilienz. Basierend auf ihren Geschichten verkörpert die Figur Halima das gemeinsame Erleben – eine Frau, die trotz Krieg, Flucht, Ausgrenzung und den Folgen von FGM/C Stärke entwickelt. Nach einer Rekonstruktions-Operation macht sie sich auf den Heimweg, mit der Regionalbahn. Die Zugfahrt, die den Filmrahmen bildet, wird zur Metapher für ein Leben voller Stationen, in dem Schmerz, Widerstände, aber auch Kraft und Hoffnung ihren Platz haben.</p>
<p><strong>Formen der weiblichen Genitalverstümmelung<br />
</strong>Wie umfangreich eine Wiederherstellung von Form und Funktion ausfallen kann, hängt zunächst davon ab, auf welche Art und Weise die Betroffenen verstümmelt wurden. Dabei reicht das Spektrum von der Amputation der Klitorisspitze und/oder der Klitorisvorhaut über die Abtrennung der inneren Labien bis hin zur Entfernung auch der äußeren Labien und der Vernähung der entstandenen Wunde, sodass nur eine sehr kleine Vaginalöffnung bleibt (Infibulation).</p>
<p>„Man kann die Gefährlichkeit dieser Praxis nicht übertreiben. Eine solche Verstümmelung birgt zunächst unmittelbare Risiken, etwa die Übertragung von Krankheiten wie HIV, oder Infektionen bis hin zur Sepsis und dem Tod. Haben die Mädchen überlebt, müssen sie meist langfristig mit gesundheitlichen Problemen kämpfen“, erläutert Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Lehnhardt. „Das können beispielsweise vernarbte Wunden, Fisteln und Schmerzen sein. Manche Betroffene verfügen nur noch über ein eingeschränktes oder auch nicht vorhandenes sexuelles Empfinden, andere leiden unter Inkontinenz“, führt der Plastische Chirurg weiter aus.</p>
<p><strong>Möglichkeiten einer Rekonstruktion<br />
</strong>Bei einer Rekonstruktion ist oft mehr möglich, als es zunächst den Anschein hat. Die Klitoris kann eine Länge von bis zu dreizehn Zentimetern erreichen, so dass oft auch nach einer Beschneidung noch genügend Gewebe für eine Rekonstruktion vorhanden ist. Bei der Operation wird zunächst vernarbtes Gewebe, das durch die Beschneidung entstanden ist, entfernt, und dann das Halteband der Klitoris durchtrennt. Dadurch werden mehr unverletzte Anteile freigelegt, die dann neu positioniert und fixiert werden. Optimalerweise können dadurch die Sensibilität und Funktion spürbar verbessert werden. Oft steht außerdem genügend Gewebe zur Verfügung, um zudem eine Klitorisvorhaut sowie neue Labien zu formen.</p>
<p>Allerdings betont Lehnhardt, dass chirurgische Maßnahmen allein für betroffene Frauen oft nicht ausreichen. Wichtig sei eine psychosoziale Begleitung, Gespräche und der Kontakt mit anderen Betroffenen – so wie es auch über FIM stattgefunden hat – entscheidend. Für die operative Expertise hingegen konnte FIM eine Kooperation mit dem Plastischen Chirurgen PD Dr. med. Dan mon O’Dey aufbauen. Seit 2021 wurde so über 50 Frauen geholfen. Die Finanzierung des Eingriffs übernehmen in der Regel die Krankenkassen, in bestimmten Fällen auch das Sozialamt oder Stiftungen.</p>
<p><strong>Gesellschaftliche Aufklärung als Ziel<br />
</strong>Nach Schätzungen des Familienministeriums leben rund 74.000 Frauen und Mädchen in Deutschland, die von FGM/C betroffen sind. Doch nur wenige finden Zugang zu medizinischer Hilfe, da spezialisiertes Wissen nach wie vor rar ist. Projekte wie das in Hessen aufgebaute Beratungs- und Versorgungsnetzwerk leisten hier Pionierarbeit.</p>
<p>Mit Filmvorführungen und begleitenden Publikumsgesprächen möchte die Gruppe künftig bundesweit Aufmerksamkeit schaffen, Integration fördern und Aufklärung in die Communities hineintragen. Das Projekt zeigt: Stärkung und Heilung entstehen nicht nur durch chirurgische Behandlung, sondern auch durch Teilhabe, Selbstvertretung, Gemeinschaft und kreative Ausdrucksformen.</p>
<p>Die DGPRÄC würdigt mit der Preisvergabe den beispielhaften Mut der Betroffenen, angesichts des sensiblen und intimen Themas ihre Geschichte zu teilen und damit auch die Möglichkeiten aufzuzeigen, die plastisch-rekonstruktive Chirurgie eröffnen kann. Der Preis „Der besondere Patient“ soll zugleich Aufklärung fördern, Empathie stärken und anderen von FGM/C betroffenen Frauen Mut machen, sich Hilfe zu suchen. Die Verleihung des mit 3.000 Euro dotierten Preises fand im Rahmen der 55. DGPRÄC-Jahrestagung am 25. September 2025 in Leipzig statt.</p>
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		<title>Adipositas und ihre Folgen: Körperstraffungsoperationen – wenn der Hautmantel wieder passt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bei starkem Gewichtsverlust, sei es durch bariatrische Eingriffe, so genannten „Abnehmspritzen“ oder eine nachhaltige Ernährungsumstellung, kann der Hautmantel und das Unterhautfettgewebe sich häufig nicht mehr zurückbilden, es kommt quasi nicht mehr mit,“ leitet Prof. Dr. Adrian Dragu, Direktor der Abteilung für Plastische und Handchirurgie im Universitäts-Centrum für Orthopädie, Unfall- &#38; Plastische Chirurgie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bei starkem Gewichtsverlust, sei es durch bariatrische Eingriffe, so genannten „Abnehmspritzen“ oder eine nachhaltige Ernährungsumstellung, kann der Hautmantel und das Unterhautfettgewebe sich häufig nicht mehr zurückbilden, es kommt quasi nicht mehr mit,“ leitet Prof. Dr. Adrian Dragu, Direktor der Abteilung für Plastische und Handchirurgie im Universitäts-Centrum für Orthopädie, Unfall- &amp; Plastische Chirurgie des Carl Gustav Carus Universitätsklinikum Dresden ein. Häufig verblieben überschüssige Haut- und Fettgewebsanteile, insbesondere im Bereich des Bauches, aber auch im Bereich des Gesäßes, im Bereich der Oberschenkel sowie im Bereich der Brüste und der Oberarme, die die Beweglichkeit einschränken und/oder Entzündungen der Haut provozieren. Hier könne die Plastische Chirurgie helfen, dürfe es aber häufig nicht zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkasse</p>
<p><strong>Sorgfältige Indikationsstellung<br />
</strong>„Insbesondere so genannte Fettschürzen am Bauch schränken die Mobilität erheblich ein. Hinzu kommt, dass vor allem an Bauch und Brust dauerhaft Haut auf Haut liegt. Dies führt unweigerlich zu einem feuchten Klima sowie Reibung und damit zu dauerhaften Entzündungen und Pilzerkrankungen. So ergibt sich bei diesen Patienten und Patientinnen die medizinische Notwendigkeit einer körperformenden Straffung in spezifischen Körperregionen“, berichtet der Plastische Chirurg aus der Praxis. Hinzu käme das seelische Leid Betroffener, die viel auf sich genommen hätten, um wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und dann aus Scham weiter eingeschränkt seien. „Obgleich die unter meiner Beteiligung 2018 erstellte und in Aktualisierung befindliche Leitlinie „Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen“ den Bedarf ganz klar adressiert und mit starkem Expertenkonsens die regelhafte Vorstellung in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie empfiehlt, ist das nach meiner Erfahrung längst nicht immer der Fall“, berichtet Dragu aus der Praxis.</p>
<p><strong>Die Kostenübernahme</strong><br />
Hätten es Betroffene dann in die Sprechstunde geschafft, so beginne in der Auseinandersetzung mit der Krankenkasse der nächste Kampf. „Die Kostenübernahme ist immer eine Einzelfallentscheidung, sie erfordert regelhaft die Vorstellung beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse, der dann meist fachfremd die Indikation prüft“, berichtet Dragu. Dies sei nicht nur entwürdigend für Patientinnen und Patienten, es untergrabe letztlich auch die ärztliche Diagnose und Behandlungsfreiheit. „Wir stellen sorgfältig die Diagnose und wissen sehr wohl zwischen medizinisch notwendigem Eingriff und ästhetischer Korrektur zu unterscheiden“, empört sich der Plastische Chirurg und stellt klar: „Diese langwierigen Antragsverfahren verschlingen Ressourcen und entwürdigen die Patientinnen und Patienten. Ich würde mir hier Vertrauen in unsere Urteilskraft wünschen. „Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen zeigt aber auch, es gibt offenbar große regionale Unterschiede, das ist weder fair noch nachvollziehbar. Bei uns in Dresden scheint die Situation noch halbwegs erträglich“, so Dragu.</p>
<p><strong>Ein weitreichender Eingriff<br />
</strong>Zuletzt stellt Dragu klar, dass es sich bei den erforderlichen Operationen um weitreichende Eingriffe handelt. Wichtig sei, dass die Straffungsoperationen von qualifizierten Operateuren durchgeführt würden. Daher rate die Leitlinie, dass jeder Patient nach starker Gewichtsabnahme die Möglichkeit erhalten solle, sich einem Plastischen Chirurgen vorzustellen. Schließlich verweise die Leitlinie auch auf Studien, die belegen, dass trotz der häufig langen und sichtbaren Narben die Lebensqualität positiv beeinflusst werde und das Gewicht konstant bleibe. „Dies deckt sich auch mit meinen klinischen Erfahrungen“, erläutert Dragu abschließend.</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong><br />
<a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/088-001l_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2018-02-abgelaufen.pdf">S3 Leitlinie metabolische Chirurgie</a><br />
<a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/088-001p_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2020-06.pdf">Patientenleitlinie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/adipositas-und-ihre-folgen-koerperstraffungsoperationen-wenn-der-hautmantel-wieder-passt/">Adipositas und ihre Folgen: Körperstraffungsoperationen – wenn der Hautmantel wieder passt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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		<title>Plastische Chirurgie in Sachsen: 1832 bis heute – eine Erfolgsgeschichte</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/plastische-chirurgie-in-sachsen-1832-bis-heute-eine-erfolgsgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bereits 1838 prägte der Dresdner Chirurg Eduard Zeiss im deutschsprachigen Raum mit seiner Publikation „Handbuch der plastischen Chirurgie“ den Begriff Plastische Chirurgie“, leitet Kongresspräsident Dr. Jörg Andreas Rössler ein. Das Fach gab es in Westdeutschland dann erst seit 1978 als Teilgebiet der Chirurgie. Im selben Jahr wurde in Leipzig das erste und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/plastische-chirurgie-in-sachsen-1832-bis-heute-eine-erfolgsgeschichte/">Plastische Chirurgie in Sachsen: 1832 bis heute – eine Erfolgsgeschichte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – „Bereits 1838 prägte der Dresdner Chirurg Eduard Zeiss im deutschsprachigen Raum mit seiner Publikation „Handbuch der plastischen Chirurgie“ den Begriff Plastische Chirurgie“, leitet Kongresspräsident Dr. Jörg Andreas Rössler ein. Das Fach gab es in Westdeutschland dann erst seit 1978 als Teilgebiet der Chirurgie. Im selben Jahr wurde in Leipzig das erste und einzige Brandverletztenzentrum in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Klinikum St. Georg initiiert, dies unter Leitung der Anästhesie und Chirurgie. Das Fach Plastische Chirurgie habe es in der DDR nicht gegeben, führt Rößler aus. Das Brandverletztenzentrum bestehe bis heute, es sei damals in Reaktion auf den Flugzeugabsturz in Schkeuditz gegründet worden, um den Messebesucherinnen und Besuchern sowie der der Bevölkerung eine sichere Infrastruktur zu bieten.</p>
<p><strong>Leipzig als Keimzelle  </strong><br />
„1993 übernahm PD Dr. Michael Steen das Verbrennungszentrum und setzte durch, dass am Standort auch eine Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Handchirurgie gegründet wurde. Gleichzeitig wurde die Erneuerung des Brandverletztenzentrums auf den aktuellen Stand in die Wege geleitet.“ Es habe sich, so Rößler, um die erste Klinik für Plastische Chirurgie in den neuen Bundesländern gehandelt. Zuvor sei die Plastische Chirurgie fachfremd von Dermatologen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen sowie Gynäkologen erbracht worden, ähnlich wir vor 1978 auch in der BRD. Mit der Gründung der Abteilung ging es dann aufwärts. „2012 folgten besetzt mit Prof. Dr. Stefan Langer Klinik und Lehrstuhl in Leipzig, 2017 dann beides in Dresden unter der Leitung von Prof. Dr. Adrian Dragu, womit auch die akademische Plastische Chirurgie Sachsens in Leipzig ihren Anfang nahm.“, fasst der in Dresden niedergelassene Plastische Chirurg zusammen.</p>
<p><strong>Rasante Entwicklung: 2005-2025<br />
</strong>Beeindrucken sei die Entwicklung der letzten 20 Jahre: „2005 gab es in Sachsen vier Kliniken/ Abteilungen für Plastische Chirurgie und sieben Praxen, zwei Praxen sowie eine Klinik befanden sich in Leipzig. Heute gibt es 13 plastisch-chirurgische Praxen/ Privatkliniken im Bundesland, davon acht in Leipzig, wobei drei eine Kassenzulassung haben, eine ambulante kassenärztliche Versorgung ist weiterhin in zwei Dresdner Praxen möglich, darunter meine, sowie in je einer Praxis in Chemnitz sowie Zwickau. Daneben stehen der Bevölkerung im Bundesland acht Kliniken/ Abteilungen zur Verfügung“, berichtet der Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurg. Das reiche im niedergelassenen kassenärztlichen Bereich kaum aus, um die Bevölkerung zu versorgen. „Vor allem handchirurgisch stelle ich in meiner Dresdner Praxis einen hohen Bedarf fest, der kaum zu erfüllen ist, obgleich auch einige orthopädische und unfallchirurgische Kollegen sich hier einbringen. Die Krankenhausreform kann hier ggfs. helfen, wenn sie eine Ausweitung der Klinikambulanzen mit sich bringt, kommt es jedoch zu Klinikschließungen, so könnten wir hier in eine kritische Situation kommen“, mahnt Rößler. „Weniger Probleme sehe ich im Bereich der Selbstzahler und hier vor allem bei ästhetischen Eingriffen, hier gibt es einen konstanten, fast linearen Zuwachs von Angebot und Nachfrage. Zentraler ist hier die exponentielle Zunahme von obskuren Anbietern ästhetischer Eingriffe“, so Rößler. Das reiche von Heilpraktikern, über „beauty docs“ bis hin zu Kosmetikerinnen, die im Hinterzimmer praktizieren. „Mit den Komplikationen haben wir es dann regelmäßig zu tun und sehen eine deutliche Zunahme“, schließt Rößler.</p>
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		<item>
		<title>Der Besondere Patient 2025: „Eine weite Reise und ein komplexer Eingriff“</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-eine-weite-reise-und-ein-komplexer-eingriff/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2025 10:00:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Der 10-jährige Mirwais stürzte Ende 2023 in seinem Heimatland Afghanistan so unglücklich von einem Dach, dass er sich eine komplizierte Fraktur von Elle und Speiche des rechten Unterarms zuzog. Mehrere Operationen vor Ort führten leider nicht zur Heilung, im Gegenteil: Es entwickelte sich ein schwerer Infekt mit chronischer Osteomyelitis. Dabei handelt es [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-eine-weite-reise-und-ein-komplexer-eingriff/">Der Besondere Patient 2025: „Eine weite Reise und ein komplexer Eingriff“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzig, 25.09.2025 – Der 10-jährige Mirwais stürzte Ende 2023 in seinem Heimatland Afghanistan so unglücklich von einem Dach, dass er sich eine komplizierte Fraktur von Elle und Speiche des rechten Unterarms zuzog. Mehrere Operationen vor Ort führten leider nicht zur Heilung, im Gegenteil: Es entwickelte sich ein schwerer Infekt mit chronischer Osteomyelitis. Dabei handelt es sich um eine entzündliche, destruktive Erkrankung des Knochens, die nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch die Funktion stark einschränkt. Letztendlich war die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass die betroffenen Knochen in Unterarm und Handwurzel derart degeneriert waren, wodurch die Hand komplett funktionslos war. Neben den Schmerzen litt das Kind daher unter einer massiv eingeschränkten Lebensqualität.</p>
<p><strong>Über das Friedensdorf International nach Bochum</strong><br />
Eine Kooperation zwischen dem Friedensdorf International und der Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie Bergmannsheil Bochum half hier weiter: Das Friedensdorf sorgte sich darum, dass der Junge nach Deutschland gebracht wurde und hier betreut wird, das Bergmannsheil Bochum übernahm die Kosten für die Operation. Dabei erforderte die komplexe Verletzung die ganze Erfahrung der Plastischen Chirurg:innen. Das OP-Team unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Marcus Lehnhardt (Chefarzt der Klinik und Präsident der DGPRÄC) nahm zunächst ein Débridement vor, sprich abgestorbene und infizierte Knochen und Gewebe wurden entfernt. „Parallel dazu haben wir den zerstörten Knochenbereich mit einem freien Transplantat vom Wadenbein rekonstruiert“, so Lehnhardt. „Das heißt, wir haben zunächst gesunden Knochen aus dem Unterschenkel entnommen, diesen ins Handgelenk eingepasst und dort wieder an die Blutversorgung angeschlossen.“ Nach etwa sechs Wochen stellten die Plastischen Chirurgen erfreut fest, dass der Eingriff gelungen und das Knochen-Transplantat gut eingeheilt war. Dem Ziel, Mirwais eine schmerzfreie, belastbare und funktionelle Hand zurückzugeben, war man damit den entscheidenden Schritt nähergekommen.</p>
<p>Dabei zeigte der junge Patient während der gesamten Behandlung bemerkenswerten Mut, Geduld und Vertrauen gegenüber seinen Behandelnden, dies trotz mehreren tausend Kilometern Entfernung zu seiner Familie und Heimat, der Sprachbarriere und der schweren Krankheitsgeschichte. „Mirwais befindet sich aktuell noch in intensiver Physio- und Ergotherapie, um die Beweglichkeit und Funktion der Hand schrittweise wiederzuerlangen, bevor er in seine Heimat zurückkehren wird“, berichtet Lehnhardt und führt aus: „Wir konnten nicht nur seine Schmerzen lindern, sondern ihm mit der nun wieder funktionellen rechten Hand auch eine Perspektive für die Zukunft schaffen. Mirwais war dabei sehr tapfer und wir freuen uns, dass wir helfen konnten. Dabei spielt auch die gute Betreuung im Friedensdorf in Oberhausen eine entscheidende Rolle.“</p>
<p>Mirwais wird von der DGPRÄC mit dem Preis „Der besondere Patient“ ausgezeichnet. Dieser Preis ehrt Menschen, deren Operation die vielfältigen Möglichkeiten der Plastischen Chirurgie erkennen lässt und deren Courage auch anderen Betroffenen Mut machen kann. Mirwais Schicksal steht dabei stellvertretend für viele Kinder aus Krisenregionen. Die Verleihung des mit 1.500 Euro dotierten Preises findet im Rahmen der 55. DGPRÄC-Jahrestagung am 26. September 2025 in Leipzig statt. Bei der Tagung ist auch das Friedensdorf International anwesend, um neue Kooperationspartner zu gewinnen, so dass noch vielen Kindern geholfen werden kann.</p>
<p><strong>Das Friedensdorf international<br />
</strong>Seit 1967 hilft Friedensdorf International verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten durch medizinische Behandlungen in Europa. Mit nachhaltigen Projekten wird die medizinische Versorgung in verschiedenen Ländern weltweit verbessert und die friedenspädagogische Arbeit des Friedensdorf Bildungswerkes fördert soziales Bewusstsein besonders bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Zuletzt hat Friedensdorf International mehrfach Soforthilfe nach Überschwemmungen und Erdbeben in Afghanistan geleistet. Auch steigt die Zahl der Auslandsoperationen, die das Friedensdorf nach einer Prüfung der Möglichkeiten vor Ort finanziert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/der-besondere-patient-2025-eine-weite-reise-und-ein-komplexer-eingriff/">Der Besondere Patient 2025: „Eine weite Reise und ein komplexer Eingriff“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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		<title>Medizinische Versorgung von Frauen: Kostenerstattung für die Liposuktion beim Lipödem beschlossen!</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/medizinische-versorgung-von-frauen-kostenerstattung-fuer-die-liposuktion-beim-lipoedem-beschlossen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2025 13:13:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 17.07.2025 – „Heute ist ein großer Tag für uns alle!“, freut sich Priv.-Doz. Dr. med. Mojtaba Ghods, Sprecher der AG Lipödem der DGPRÄC. Elf Jahre nachdem die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) den Antrag auf Erstattung der Liposuktion als Behandlungsmethode zur Behandlung des Lipödems bei gesetzlich Krankenversicherten gestellt habe, werde diese Methode nun endlich, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/medizinische-versorgung-von-frauen-kostenerstattung-fuer-die-liposuktion-beim-lipoedem-beschlossen/">Medizinische Versorgung von Frauen: Kostenerstattung für die Liposuktion beim Lipödem beschlossen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 17.07.2025 – „Heute ist ein großer Tag für uns alle!“, freut sich Priv.-Doz. Dr. med. Mojtaba Ghods, Sprecher der AG Lipödem der DGPRÄC. Elf Jahre nachdem die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) den Antrag auf Erstattung der Liposuktion als Behandlungsmethode zur Behandlung des Lipödems bei gesetzlich Krankenversicherten gestellt habe, werde diese Methode nun endlich, basierend auf den Ergebnissen der LIPLEG Studie zur Leistung in der gesetzlichen Krankenversicherung.</p>
<p><strong>Künftige Rahmenbedingungen<br />
</strong>Ghods, der mit seinem Team im Studienzentrum Bad Belzig maßgeblich an der Studie beteiligt war führt weiter aus: „Ich freue mich, dass die harte Arbeit sich gelohnt hat, und die Patientinnen nach jahrelangem Kämpfen und Leben mit Stigmata endlich vom Gesundheitssystem die Anerkennung erhalten, die sie verdient haben, und sich nicht weiter für eine medizinisch notwendige Behandlung verschulden oder ihre Behandlung aufschieben müssen, was zu einem Fortschreiten der Erkrankung führt.“  Ghods, der auch das Stellungnahmeverfahren beim GBA bis zuletzt begleitet hat, zeigt sich besonders erfreut, dass auch der Forderung der DGPRÄC und anderer entsprochen wurde, ein vier Augen Prinzip einzuführen. „Damit ist abgesichert, dass die Diagnose nicht vom Operateur gestellt wird. Besonders wichtig ist auch, dass unserem seit Jahren vorgebrachten Hinweis, dass neben den Beinen auch die Arme mit einer Liposuktion therapiert werden können und sollten gefolgt wurde“, betont Ghods und hebt abschließend hervor, dass die Liposuktion nunmehr ein anerkanntes und zugelassenes Verfahren in allen Stadien ist. Damit werde, so Ghods, den Patientinnen viel Leid erspart, Kosten gespart und berufliche und gesellschaftliche Teilhabe erhalten.</p>
<p><strong>Was ist das Lipödem<br />
</strong>„Das Lipödem ist eine chronische schmerzhafte Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Es ist durch eine symmetrische Fettansammlung an Beinen, Hüften und Armen gekennzeichnet, die mit starken Schmerzen und einer erhöhten Berührungsempﬁndlichkeit einhergeht“, erläutert Ghods. Das morphologische Fortschreiten des Lipödems werde in drei Stadien eingeteilt. Im ersten Stadium träten beginnende Fettvermehrung und Schmerzen auf, während die Fettansammlungen im zweiten und dritten Stadium ausgeprägter würden, dies mit Knotenbildung und unregelmäßigem Hautrelief bis hin zur Wammenbildung, was die Mobilität und Lebensqualität der Betroffenen stark einschränke. „Der von den Patientinnen verspürte Schmerz“, so Ghods „ist jedoch unabhängig von der Stadieneinteilung und kann im Stadium I ebenso ausgeprägt sein wie im Stadium III. Bis jetzt wurde die Liposuktion als Therapie für das Lipödem nur im Stadium III und unter strengen Voraussetzungen übernommen. Trotz der Häuﬁgkeit und Schwere dieser Erkrankung wurde die Kostenübernahme für deren Behandlung lange Zeit kontrovers diskutiert“, berichtet Ghods, der sich seit über 14 Jahren für das Thema engagiert.</p>
<p><strong>LIPLEG-Studie: Wissenschaftliche Grundlage für die Entscheidung<br />
</strong>„Um eine fundierte Entscheidung zur Kostenübernahme treffen zu können, wurde 2018 die LIPLEG-Studie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt“, berichtet der Plastische und Ästhetische Chirurg. „Diese weltweit erste multizentrische, randomisierte, kontrollierte, verblindete Studie analysierte die Wirksamkeit und Sicherheit der operativen Behandlung des Lipödems mittels Liposuktion verglichen zu konservativen Behandlungsmöglichkeiten. Die Studie zeigte anhand von 450 eingeschlossenen Patientinnen, dass die Liposuktion nicht nur eine signiﬁkante Verbesserung der Lebensqualität der Patientinnen bewirken kann, sondern auch die Symptome des Lipödems nachhaltig lindern kann“, fasst Ghods zusammen. „Die Studie ist aktuell noch in der Nachbeobachtungsphase, der primäre Studienendpunkt wurde aber bereits erreicht. Die ersten Ergebnisse der LIPLEG-Studie lieferte entscheidende Daten, die bei der Bewertung der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung berücksichtigt wurden, ich freue mich sehr, Teil der Studie zu sein“, führt Ghods aus.</p>
<p><strong>Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)<br />
„</strong>Basierend auf den positiven Erkenntnissen der LIPLEG-Studie hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, die Kosten für die Liposuktion bei Lipödem unter bestimmten Voraussetzungen zu übernehmen. Dieser historische Beschluss umfasst alle drei Stadien des Lipödems. Die Voraussetzung für die Kostenübernahme ist eine Diagnose, gestellt im 4-Augen Prinzip, Gewichtsstabilität bzw. -reduktion über 6 Monate und ein Nachweis, dass konservative Therapien wie Kompression und Bewegung keine ausreichende Verbesserung erzielt haben“, berichtet Ghods zu dem Beschluss. Er erwartet nun gespannt dessen Veröffentlichung, stimme das Gesundheitsministerium dann innerhalb von vier Wochen zu, so könne die Liposuktion beim Lipödem im Oktober Kassenleistung sein.</p>
<p>„Die Entscheidung des G-BA stellt einen Meilenstein in der Versorgung von Lipödem- Patientinnen dar. Sie gibt Betroffenen die Möglichkeit, eine notwendige und wirksame Behandlung zu erhalten, und unabhängig von ihrer ﬁnanziellen Lage den Zugang zur Therapie bekommen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung der evidenzbasierten Medizin“, fasst Ghods zusammen. Wir werden den Beschluss nach Veröffentlichung noch einmal in der Tiefe sichten, kündigt er an, jetzt zähle erstmal, dass eine Versorgung der betroffenen Frauen absehbar in der Breite möglich werde.</p>
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		<title>Pressestatement zur Eröffnung der 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie: Das verpflichtende (Brust-) Implantateregister – Daten geben Sicherheit!</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/pressestatement-zur-eroeffnung-der-44-jahrestagung-der-deutschen-gesellschaft-fuer-senologie-das-verpflichtende-brust-implantateregister-daten-geben-sicherheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 09:07:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Stuttgart, 27.06.2025 – Pressestatement von Prof. Christoph Heitmann (SENO MVZ zur operativen Behandlung der Brust, München) zum verpflichtenden (Brust-) Implantateregister: Der PIP-Skandal hat uns bereits 2011 eindrucksvoll vor Augen geführt, dass wir dringend mehr und vor allem vollständige Daten zu Brustimplantaten benötigen. Ein Bedarf, der mit der ersten Warnung der amerikanischen Aufsichtsbehörde FDA vor dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/pressestatement-zur-eroeffnung-der-44-jahrestagung-der-deutschen-gesellschaft-fuer-senologie-das-verpflichtende-brust-implantateregister-daten-geben-sicherheit/">Pressestatement zur Eröffnung der 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie: Das verpflichtende (Brust-) Implantateregister – Daten geben Sicherheit!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stuttgart, 27.06.2025 <strong>–</strong> Pressestatement von Prof. Christoph Heitmann (SENO MVZ zur operativen Behandlung der Brust, München) zum verpflichtenden (Brust-) Implantateregister:</p>
<p>Der PIP-Skandal hat uns bereits 2011 eindrucksvoll vor Augen geführt, dass wir dringend mehr und vor allem vollständige Daten zu Brustimplantaten benötigen. Ein Bedarf, der mit der ersten Warnung der amerikanischen Aufsichtsbehörde FDA vor dem heute als BIA-ALCL international als Erkrankung klassifiziertem anaplastischem Zelllymphom weiter unterstrichen wurde. <em>Seit einigen Jahren diskutieren wir auch zu der so genannten Breast Implant Illness (BII). Einer Erkrankung, die sehr unterschiedliche Symptome verursacht und aktuell noch nicht als eigene Erkrankung anerkannt ist. </em>2022 warnte die FDA dann erstmals vor BIA-SCC, einem seltenen, aber potenziell aggressivem epithelialeren Tumor, der mit Brustimplantaten assoziiert zu sein scheint und von der Kapsel um das Brustimplantat ausgeht.  Hier fehlen schlicht verlässliche Daten, um einen kausalen Zusammenhang herstellen zu können. Zur Aufklärung wird absehbar das seit dem Juli 2024 verpflichtende Implantateregister beitragen. Mit ihm werden seither sämtliche Implantatbezogene Maßnahmen, also Implantatationen, aber auch Explantationen erfasst. Ein wesentlicher Fortschritt für die Sicherheit unserer Patientinnen und ein Erfolg, der zeigt, dass sich ein langer Atem lohnt!</p>
<p><strong>Genese:<br />
</strong>Bereits 2013 beschloss die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC), dass man sich für ein die Etablierung eines verpflichtenden nationalen Registers einzusetzen möge.  2014 wurde der Politik ein ausgearbeitetes Konzept vorgelegt und nach langjährigen intensiven Bemühungen trat dann zum 01.01.2020 endlich das Implantateregistergesetz in Kraft. Nach diversen Verzögerungen (COVID, Lieferprobleme Technik) sollte die Erfassung von Mammaimplantaten im Register zunächst zum 01.01.2024 verpflichtend werden. Die technischen Voraussetzungen (Anbindung Privatärzte an Telematikinfrastruktur &amp; Schnittstelle ins Register) waren bei den Gesundheitseinrichtungen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht erfüllt, weshalb im Dezember 2023 beschlossen wurde, die Pflicht zur Erfassung auf den 01.07.2024 zu verschieben. Der Sanktionsmechanismus wurde bis zum 31.12.2024 ausgesetzt.</p>
<p><strong>Probleme erkennen und reagieren</strong><br />
Aktuell sollten sämtliche Brustimplantate erfasst werden. Nur wenn wir ausreichend Daten haben, können wir Risiken frühzeitig erkennen und darauf reagieren. Leider sind die beim national zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingegangenen Meldungen für uns nicht transparent, so dass wir in der Vergangenheit erst reagieren konnten, wenn das BfArM warnte. Die Daten aus dem Register werden nun auch für Fachgesellschaften und Forschungseinrichtungen einsehbar, dies ist ein wesentlicher Fortschritt, denn nur durch fachspezifisches medizinisches Wissen ist eine sinnvolle Datenauswertung möglich. Ich bin optimistisch, dass es so gelingt, die Sicherheit unserer Patientinnen nachhaltig zu erhöhen, einen wichtigen Beitrag dazu liefert auch der internationale Datenabgleich.</p>
<p><strong>Internationale Kooperation für mehr Sicherheit!</strong><br />
Bereits seit 2013 ist die DGPRÄC Mitglied der von der australischen Fachgesellschaft der Plastischen<br />
Chirurgen gegründeten „International Collaboration of Breast Registry Activities“ (ICOBRA). Hier wurde ein Kerndatensatz konsentiert, der dem internationalen Abgleich zugeführt wird. Aktuell wird dieser neuerlich überarbeitet, dies auch in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium, das aktuell die zu erfassenden Parameter anpasst, dies im Übrigen auch für Endoprothesen und Herzklappen, deren Eintragung in das Register seit diesem Jahr ebenfalls verpflichtend ist.</p>
<p>Link: <a href="https://www.senologiekongress.de" target="_blank" rel="noopener">https://www.senologiekongress.de</a></p>
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		<title>Vorsicht Feuerfalle – Risiken beim Grillen</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/vorsicht-feuerfalle-risiken-beim-grillen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2025 14:36:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 17.04.2025 &#8211; Wie in jedem Jahr laden frühlingshafte Temperaturen nach draußen ein und eröffnen die Grillsaison, zum Vergnügen von Groß und Klein. Aber Achtung, hier Vorsicht geboten, denn ernste Gefahren mit fatalen Folgen drohen. Dies gilt vor allem für Kinder, denen die Risiken nicht bewusst sind. Jährlich wiederkehrend kommt es zu 4.000-5.000 Unfällen beim [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 17.04.2025 &#8211; Wie in jedem Jahr laden frühlingshafte Temperaturen nach draußen ein und eröffnen die Grillsaison, zum Vergnügen von Groß und Klein. Aber Achtung, hier Vorsicht geboten, denn ernste Gefahren mit fatalen Folgen drohen. Dies gilt vor allem für Kinder, denen die Risiken nicht bewusst sind. Jährlich wiederkehrend kommt es zu 4.000-5.000 Unfällen beim Grillen mit mindestens 10 % lebensbedrohlichen Verletzungen, die in Verbrennungszentren behandelt werden müssen, ein Großteil davon sind Kinder. Dabei lassen sich die meisten Risiken unter Beachtung einiger Grundregeln vermeiden, rät Prof. Dr. Henrik Menke, Leiter des Zentrums für Schwerbrandverletzte Hessen am Sana Klinikum Offenbach, für die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie.</p>
<p><strong>Einfache Grundregeln für sicheres Grillen</strong></p>
<p>Der sichere Umgang beim Grillen beginnt bereits mit dem richtigen Grill. Geprüfte geeignete und standfeste Grillgeräte sind an der am Gerät angebrachten Nummer DIN 66077 zu erkennen.</p>
<p>Achtung beim Anfeuern! Flüssige Grillanzünder gehören zu den häufigsten Unfallquellen und sind für circa drei von vier Verbrennungsverletzungen beim Grillunfall verantwortlich.  Spiritus, Alkohol oder gar Benzin als Brandbeschleuniger sind deshalb strikt tabu: Auf die teils schon glühenden Kohlen gegossen, kann es zur Verpuffung mit explosionsartiger Wirkung und hochschießenden Flammen kommen. Dabei können Temperaturen von über 1.000 °C erreicht werden. Entsprechend sollte immer festen Grillanzündern der Vorzug gegeben werden. Geprüfte Grillanzünder, die nicht verpuffen oder explodieren, sind an der DIN-Nummer 66358 zu erkennen. Auch Fettspritzer können beim Grillen zu tiefen Brandverletzungen, insbesondere an unbedeckten Körperteilen wie Händen, Armen oder Gesicht führen, ebenso heißes Fett in Grillschalen.</p>
<p>Durch aufsteigende Funken kann leicht brennbares Material wie Kleidung, Papier oder trockene Pflanzen in der Umgebung des Grills entzündet werden. Ein angemessener Sicherheitsabstand ist deshalb wichtig. Wegen möglicher Gasentwicklung darf nur im Freien und niemals in geschlossenen Räumen gegrillt werden. Eine CO2- oder CO-Vergiftung kann zu Bewusstlosigkeit oder im schlimmsten Fall zum Tod führen.</p>
<p>Kleinkinder sind besonders gefährdet und zählen leider zu den häufigsten Unfallopfern. Von der Faszination des Feuers werden sie angezogen, kennen aber die Risiken nicht. Daher sollte man Kinder beim Grillen nie allein in der Nähe des Feuers lassen.</p>
<p>Auch nach dem Ende des eigentlichen Grillvorganges droht Gefahr durch noch glimmende Asche auf dem Grillgerät. Die Holzkohlereste dürfen erst nach vollständiger Abkühlung entsorgt werden.</p>
<p>Unter Beachtung dieser wesentlichen Kriterien lässt sich das Risiko für Grillunfälle drastisch verringern und dem Vergnügen steht nichts im Wege.</p>
<p>Für einen unbeschwertes Grillvergnügen sollten sie folgendes beachten:</p>
<ul>
<li>Die Verwendung eines standsicheren Grillgerätes.</li>
<li>Nur zertifizierte Grillanzünder aus Feststoff einsetzen, keine flüssigen Brandbeschleuniger wie Spiritus, Alkohol oder gar Benzin.</li>
<li>Keine flatternde oder leicht entzündliche Kleidung tragen, Schutzhandschuhe benutzen.</li>
<li>Vorsicht im Umgang mit Feuer in alkoholisiertem Zustand.</li>
<li>Kinder in ausreichendem Abstand und niemals ohne Aufsicht am Grill lassen.</li>
<li>Die verbleibende Glut bis zum Ausbrennen oder Löschen unter Aufsicht haben.</li>
<li>Für alle Fälle eine Löschdecke, Sand oder einen Feuerlöscher bereithalten.</li>
<li>Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen, sondern ersticken.</li>
</ul>
<p>Kommt es trotz allem zu Verbrennungen, gilt:</p>
<ul>
<li>Ruhe bewahren.</li>
<li>Kleinere Verbrennungen sofort für 10-15 min mit handwarmem Leitungswasser kühlen (ca. 20 °C).</li>
<li>Nicht kühlen bei großflächigen Verletzungen (mehr als 15 % der Körperoberfläche), bei Neugeborenen, Säuglingen und bewusstlosen Personen.</li>
<li>Bei größeren Brandverletzungen den Notruf 112 alarmieren</li>
<li>Verbrennung: Die eingebrannte Kleidung nicht entfernen.</li>
<li>Verbrühung: Die durchnässte Kleidung sofort ausziehen, auch die Windel.</li>
<li>Feuer: Flammen durch Wälzen am Boden, mit einer Decke oder mit Wasser löschen.</li>
</ul>
<p>Größere Brandverletzungen oder Verbrennungen an schwierigen Regionen, wie Gesicht oder über Gelenken, sollten in spezialisierten Kliniken mit einem Zentrum für Brandverletzte behandelt werden. Die Adressen sind allen Notärzten bekannt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/vorsicht-feuerfalle-risiken-beim-grillen/">Vorsicht Feuerfalle – Risiken beim Grillen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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		<title>Krankenhausreform: Herausforderungen für die plastisch-chirurgische Versorgung</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/krankenhausreform-herausforderungen-fuer-die-plastisch-chirurgische-versorgung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 11:00:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf, 3. Oktober 2024 – „Die Plastische Chirurgie mit ihren vier Säulen der Rekonstruktiven-, Hand-, Verbrennungs- und Ästhetischen Chirurgie deckt ein breites medizinisches Spektrum ab“, erläutert Prof. Dr. Lehnhardt, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie einleitend. Als ein Fach der Technik sei sie häufig Support Struktur für andere Fachgebiete, um die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/krankenhausreform-herausforderungen-fuer-die-plastisch-chirurgische-versorgung/">Krankenhausreform: Herausforderungen für die plastisch-chirurgische Versorgung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Düsseldorf, 3. Oktober 2024 – „Die Plastische Chirurgie mit ihren vier Säulen der Rekonstruktiven-, Hand-, Verbrennungs- und Ästhetischen Chirurgie deckt ein breites medizinisches Spektrum ab“, erläutert Prof. Dr. Lehnhardt, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie einleitend. Als ein Fach der Technik sei sie häufig Support Struktur für andere Fachgebiete, um die Behandlung optimal abzuschließen. Beispiele seien etwa die Deckung von Defekten nach Tumorentfernung, die Körperstraffung nach großer Gewichtsabnahme, die Liposuktion also Absaugung beim Lipödem oder auch motorische Ersatzoperationen, also die Umnutzung und Repositionierung von Muskeln und/ oder Sehnen und Nerven, um Funktionen wiederherzustellen. Dieses breite Spektrum, so Lehnhardt, drohe angesichts der anstehenden, notwendigen Neustrukturierung im Gesundheitswesen verloren zu gehen, was einen erheblichen Rückschritt in der Patientenversorgung mit sich bringen würde.</p>
<p><strong>Schnittstellenfach verorten<br />
</strong>„Mit der Vorstellung der dritten Stellungnahme und Empfehlung der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausreform zum Thema „Grundlegende Reform der Krankenhausvergütung“ wurde klar, dem Gesundheitswesen und damit auch unserem Fachgebiet stehen große Umbrüche bevor“, erinnert sich Lehnhardt und berichtet weiter: „Es galt herauszuarbeiten, welche Mindestanforderungen für die Leistungsgruppe „Plastische und Rekonstruktive Chirurgie“ erforderlich seien und welche Behandlungen nur in dieser Gruppe erbracht werden sollen.“ Vor allem letztes gestalte sich schwierig, da kaum Daten zum Volumen der erbrachten Leistungen vorlägen. „Da wir außer in der Handchirurgie und Verbrennungsmedizin selten eine Krankheit in Gänze behandeln, sondern andere Abteilungen unterstützen, lässt sich aus vorhandenen Abrechnungsdaten kaum ermitteln und belegen, wo unsere Abteilungen zwingend beteiligt sein sollten.</p>
<p><strong>Transparenz schaffen<br />
</strong>Noch problematischer sei die Situation mit dem im März in Kraft getretenem Krankenhaustransparenzgesetz geworden. Mit diesem sei nun klar, welche Leistungsgruppen es nun im ersten Wurf geben solle, die Leistungsgruppen Handchirurgie sowie Verbrennungsmedizin seien damit entfallen, für die Plastische und Rekonstruktive Chirurgie sei es nun erforderlich, Kombinationen von ICD Codes (Erkrankungen) mit OPS-Codes (Behandlungsverfahren) zu definieren, die dann im Bundes-Klinik-Atlas abrufbar seien sollten. „Das InEK hat unseren zweiten Vorschlag dazu zunächst angenommen, wir sind gespannt, wie das dann umgesetzt wird. Zwar geht es hier zunächst lediglich um den Klinik Atlas, es liegt aber auf der Hand, dass diese Definition auch die weiteren Reformen und damit auch den Rahmen unseres Faches prägen wird“, ist sich Lehnhardt sicher. So auch das aktuell im Bundestag beratene Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsqualität im Krankenhaus und zur Reform der Vergütungsstrukturen (KHVVG).  Ein Lichtblick sei, dass die Plastische und Rekonstruktive Chirurgie zu den chirurgischen Leistungsgruppen zähle, das Transparenzgesetz halte weiter an der Leveleinteilung fest, Level III erfordere fünf chirurgische Leistungsgruppen, Level II drei. „Um die Anforderungen zu erfüllen, bietet es sich an, eine Plastisch-chirurgische Abteilung im Haus aufzubauen. Die strukturellen Anforderungen seien vergleichsweise gering und mit einer Abteilung für Plastische Chirurgie sichere man eine chirurgische Supportstruktur von Kopf bis Fuß ab. „Davon können Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer deutlich profitieren und vor allem die Patient:innen“, zeigt sich Lehnhardt überzeugt.</p>
<p><strong>Weiterbildung sichern<br />
</strong>Neben diesen Entwicklungen gäbe es den nachvollziehbaren und sinnvollen Wunsch, Patient:innen zunehmend ambulant zu behandeln. „Hybrid DRGs sind hier das Stichwort, mit ihnen soll verstärkt nicht stationär behandelt werden, erstmals werden dazu sektorengleiche Vergütungen für Klinik und Praxis gebildet“, das Ansinnen an sich sei nachvollziehbar, so Lehnhardt, in unserem Fall wird es wohl primär die Handchirurgie betreffen. Das große Problem sei, dass diese Eingriffe zwingend in der Weiterbildung erlernt werden müssten, diese finde aber primär in Krankenhäusern und nicht in Praxen statt. „Wir kennen das Problem, die Weiterbildung in Gänze zu gewährleisten aufgrund der Breite unseres Faches schon lange. So ist es schon lange schwierig, den rund 80 jährlichen Absolventen im Fachgebiet eine ausreichende Weiterbildung in der Verbrennungsmedizin zu ermöglichen“, berichtet Lehnhardt als Chefarzt der BG Klinik Bochum mit Zentrum für Schwerbrandverletzte aus eigener Erfahrung. Die Ambulantisierung werde die Situation weiter verschärfen. Hier seien die Kammern gefordert, Verbundweiterbildungen deutlich zu vereinfachen. Auch die Fachgesellschaft beschäftige sich mit dem Thema und plane eine begleitende curriculare Weiterbildung. Um diese und andere Themen gehe es auch in der Sitzung „Wie sieht die Weiterbildung der Zukunft aus: Podiumsdiskussion zur Krankenhausreform und Weiterbildung“ am Donnerstagnachmittag. „Ich freue mich schon, diese Zukunftsfragen dann auch mit dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe Arnold Gehle, einem Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und anderen zu diskutieren“, schließt Lehnhardt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/krankenhausreform-herausforderungen-fuer-die-plastisch-chirurgische-versorgung/">Krankenhausreform: Herausforderungen für die plastisch-chirurgische Versorgung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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		<item>
		<title>50 Jahre Plastische Chirurgie in Kaiserswerth: Brustchirurgie im Wandel der Zeit</title>
		<link>https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/50-jahre-plastische-chirurgie-in-kaiserswerth-brustchirurgie-im-wandel-der-zeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[justanotheruser99]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 11:00:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf, 3. Oktober 2024 – Als die Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie vor 50 Jahren durch den Hals- Nasen- Ohrenarzt Prof. Walter war gegründet wurde, stand zunächst vor allem Nasenchirurgie im Zentrum. 1983 übernahm dann der Plastische Chirurg Prof. Dr. Rolf Rüdiger Olbrisch die Klinik. Schnell weitete er das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/50-jahre-plastische-chirurgie-in-kaiserswerth-brustchirurgie-im-wandel-der-zeit/">50 Jahre Plastische Chirurgie in Kaiserswerth: Brustchirurgie im Wandel der Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dgpraec.de">Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Düsseldorf, 3. Oktober 2024 – Als die Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Florence-Nightingale-Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie vor 50 Jahren durch den Hals- Nasen- Ohrenarzt Prof. Walter war gegründet wurde, stand zunächst vor allem Nasenchirurgie im Zentrum. 1983 übernahm dann der Plastische Chirurg Prof. Dr. Rolf Rüdiger Olbrisch die Klinik. Schnell weitete er das Spektrum auf den ganzen Körper aus. Sein Schwerpunkt war dabei die Brustchirurgie. „Heute sind unsere medizinischen Schwerpunkte die Brustchirurgie, die Gesichtschirurgie, die rekonstruktive Chirurgie sowie alle Eingriffe der Ästhetischen Chirurgie.“, so Professor Dr. Jutta Liebau, die vor 18 Jahren die Leitung der Klinik übernahm.</p>
<p><strong>Brustchirurgie – die Anfänge<br />
</strong>Im Rückblick, so Liebau, erstaune es, was damals schon möglich war. Brustverkleinerungen und Vergrößerungen standen genauso auf dem Operationsplan, wie die Rekonstruktion nach Brustkrebs. „Hier standen in den 80er Jahren Verfahren mit Implantaten und Eigengewebe zur Verfügung. Implantate waren bereits seit 20 Jahren auf dem Markt und erfreuten sich bei ästhetischen und auch rekonstruktiven Indikationen großer Beliebtheit“, erinnert die Plastische und Ästhetische Chirurgin. Aber auch damals sei bereits die natürliche Haptik des Eigengewebes zur Rekonstruktion beliebt gewesen. Die Mikrochirurgie war noch nicht erfunden und so seien gestielte Gewebelappen geschwenkt worden, um Defekte an der Brust und andernorts auszugleichen. „Gestielt meint hier, dass der Gefäßanschluss bewahrt blieb, heute wird häufig unter dem Mikroskop operiert, so dass Gewebeblöcke ohne Anschluss entnommen und an anderem Ort wieder an den Blutfluss angeschlossen werden konnten“, erklärt Liebau. Die Brustchirurgie sei nach wie vor ein Schwerpunkt in Kaiserswerth und habe sich deutlich weiterentwickelt.</p>
<p><strong>Mit Eigenfett schonend zum Ziel<br />
</strong>Ein wesentlicher Fortschrittstreiber sei hier die so genannte Eigenfetttransplantation, dabei werde das Fett abgesaugt und an der Brust wieder eingebracht. So ließen sich etwa bei Brustvergrößerungen aber auch Rekonstruktionen von kleineren Defekten nach Tumor die Nutzung von Brustimplantaten vermeiden. Dies werde angesichts zunehmender mit Brustimplantaten assoziierter Erkrankungen wie BIA-ALCL gerne von Patientinnen angenommen.</p>
<p>„Der so genannte autologe Fettgewebstransfer (auch „Lipofilling&#8220;) ist eine mittlerweile validierte und standardisierte, wissenschaftlich belegte Rekonstruktionsmethode, die weniger invasiv ist als die herkömmlichen Operationsverfahren. Da sich das Eigenfett nach Implantation um bis zu 30 Prozent wieder abbauen kann, seien meist mehrere Eingriffe erforderlich. Dabei lasse sich das Eigenfett nutzen, um Defekte zu füllen, etwa auch nach Unfällen oder Tumorentfernung an anderem Ort als der Brust oder zur Verbesserung von Narben. Da eigenes, also autologes Fett etwa am Bauch abgesaugt und wieder eingebracht wird, gebe es keine Abstoßungsreaktionen</p>
<p>Nachteil des Verfahrens sei die schwierige Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung, Klagen beschäftigen Patientinnen und Patienten, Gerichte sowie die Ärzteschaft. Das Sozialgericht Speyer habe am 23.01.2023 entschieden, dass eine Patientin ein Anrecht auf Angleichung der Brust durch Lipofilling habe (S 17 KR 408/21), da dieses als Potenzialmethode zu bewerten sei.</p>
<p>Um eine regelhafte Vergütung und damit niedrigschwelligen Zugang zu der Behandlung zu erreichen, hat die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) sowie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einen Antrag gestellt, um einen OPS-Kode für das Verfahren einzuführen. Mit diesem wäre es dann möglich, dieses eindeutig bei der Abrechnung zu kodieren, was auch eine Evaluation des Verfahrens vereinfachen würde. Um hier ein standardisiertes und evidenzbasiertes Vorgehen zu gewährleisten, arbeitet die DGPRÄC mit DGGG, DGS und zahlreichen anderen Fachgesellschaften an einer Leitlinie zu dem Verfahren. Dabei geht die Betrachtung über die weibliche Brust hinaus, da sich Defekte von Kopf bis Fuß mit Eigenfett ausgleichen lassen und zugleich eine Regeneration des Gewebes angeregt wird.</p>
<p>Urteil des Sozialgerichts Speyer: <a href="https://www.landesrecht.rlp.de/bsrp/document/JURE235001465/part/L">Rheinland-Pfalz &#8211; S 17 KR 408/21 | SG Speyer 17. Kammer | Urteil | Krankenversicherung &#8211; neue Operationsmethode &#8211; Lipofilling zur Brustangleichung nach &#8230; (rlp.de)</a></p>
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