50 Jahre Form und Funktion von Kopf bis Fuß: Themenschwerpunkte der Fachgesellschaft zum Jubiläumsjahr

München, 19.01.2018 – „Seit 1200 vor Christi sind Operationsverfahren der Plastischen Chirurgie dokumentiert, ein halbes Jahrhundert gibt es unsere Fachgesellschaft und seit 1978 ist die Plastische Chirurgie in der Weiterbildungsordnung der Ärzte verankert. Grund genug, das Jubiläumsjahr zu nutzen, um das Fachgebiet mit seinen vier Säulen, der Rekonstruktiven Chirurgie, der Hand- und Verbrennungschirurgie sowie der Ästhetischen Chirurgie in seiner ganzen Vielfalt darzustellen und zu dokumentieren“, leitet Prof. Dr. Riccardo Giunta, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) ein.

Timeline
„Ein erster Schritt in diese Richtung ist unsere ‚Timeline‘.  Unter www.50-jahre-dgpraec.de steht Interessierten nun eine übersichtliche, interaktive Dokumentation zur Verfügung“, berichtet Giunta. An dem Projekt werde stets weiter gearbeitet. „Zum einen wird unsere Geschichte zur Information von Patienten natürlich fortgeschrieben, zum anderen sind unsere Mitglieder herzlich eingeladen, ihren Beitrag zu leisten und weitere Inhalte anzuregen“, führt der Plastische und Ästhetische Chirurg aus.

Animationsfilme
Wer es kompakter möge, so Giunta, der könne nun auch mit einem kurzen Animationsfilm in das Thema einsteigen. „Am Beispiel der Familie Neumann wird anschaulich dargestellt,  was die vier Säulen leisten und mit dem Missverständnis aufgeräumt, dass Plastische Chirurgie lediglich  Ästhetische Chirurgie sei“, erläutert Giunta. „Form und Funktion bilden eine untrennbare Einheit. Natürlich wird etwa bei der Entfernung von Hautkrebs im Gesichtsbereich oder der Wiederherstellung der weiblichen Brust bei Brustkrebs auf ein möglichst natürliches – ästhetisches – Ergebnis geachtet. Trotzdem sind diese Eingriffe Folge einer Erkrankung, während die Ästhetische Chirurgie medizinisch meist nicht notwendig ist.“ Erstellt wurde der Film mit dem Bereich  „Design für Wirtschaft und Werbung“ der Berliner Universität der Künste unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Vock (http://klassewerbung.de). „Wir freuen uns sehr, dass diese Kooperation fortgesetzt wird und wir so im Laufe des Jahres weitere Film zu den jeweiligen Säulen erstellen werden“, berichtet Giunta weiter.

Zwölf Monate – zwölf Themen: Pressearbeit zum Jubiläum
Schließlich werde die DGPRÄC 2018 durch verschiedene Aktionen in der Bevölkerung ein Bewusstsein dafür schaffen, wie vielseitig die Leistungen des Plastischen und Ästhetischen Chirurgen sind. „Ob große Weichteildefekte nach Tumoren, die chronische offene Wunde oder Handverletzungen –  der Plastische Chirurg ist in allen diesen Bereichen tätig und erreicht funktionale und ästhetische Ergebnisse. Nur leider finden Patienten häufig gar nicht den Weg zum Spezialisten“, beklagt Giunta. „Mit einem bundesweiten Tag der offenen Tür zum 50-jährigen Gründungstag im Oktober möchten wir daher alle unsere Mitlieder dabei unterstützen, in ihrer Region Profil zu zeigen und öffentlich sichtbar zu werden“, schließt Giunta seine Ausführungen.