Ehrenmitglieder

Die Ehrenmitgliedschaft wird an Mitglieder verliehen, die sich speziell um das Wohl der DGPRÄC verdient gemacht haben. Die Ehrenmitglieder der Gesellschaft sind größtenteils Gründungsmitglieder der damaligen Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC, heute DGPRÄC).

Prof. em. Dr. Alfred Berger

(1934-2022) studierte und promovierte in Graz (Österreich). 1966-1980 arbeitete er an der Station für Plastische und Wiederherstellungschirurgie der Universitätsklinik Wien. Nach Auslandaufenthalten in Boston und der Habilitation in Wien wurde er 1981 zum Direktor der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie mit Schwerverbranntenzentrum der Medizinischen Hochschule in Hannover ernannt. Neben zahlreichen publizistischen und berufspolitischen Aktivitäten war ihm vor allem die europäische Vereinheitlichung der plastisch-chirurgischen Ausbildung ein Anliegen. Von 1988 bis 1991 war er Präsident der VDPC. 2006 erhielt er für seine mikrochirurgischen Verdienste die Dieffenbach-Medaille der DGPRÄC. Nach seiner Emeritierung 2001 arbeitete Berger in der neurochirurgischen Forschung. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2011.

Prof. em. of excellence Dr. Edgar Biemer

studierte und promovierte in Frankfurt/Main, Wien und London. Ab 1973 arbeitete er an der Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum rechts der Isar in München. Nach Auslandsaufenthalten in Skandinavien, Großbritannien und den USA übernahm er 1986 den Vorstand der Münchner Abteilung, die er bis zu seiner Emeritierung 2007 leitete. Von 1993-1995 war er Präsident der VDPC. 2008 führte er erstmals weltweit eine beidseitige Armtransplantation bei einem beidseitig traumatisch armamputierten Patienten durch. Neben weiteren Ehrungen verlieh ihm 2011 die TU München den Titel „emeritus of excellence“. Heute ist Prof. Biemer in seiner Praxis in München tätig. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2011.

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Prof. Dr. Heinz Bohmert

(1929-2018) war Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Münster und München. Im Auftrag der Ludwig-Maximilians-Universität München erhielt er 1966 an der Universität Edinburgh (UK) eine Spezialausbildung in der Plastischen Chirurgie. Zurück an der Münchner Universität gründete er eine Abteilung für Plastische Chirurgie. 1972 gelang ihm die Neuentwicklung des „medial gestielten Bauchhautlappens“ („thoraco-epigastic flap“). Die Ludwig-Maximilians-Universität ernannte ihn 1980 zum apl. Professor für Chirurgie. Von 1982 bis 1985 war Bohmert Präsident der VDPC. Für seine innovativen Arbeiten zum Thema Brustchirurgie wurde er 1992 mit dem Dieffenbach-Ehrenrelief der VDPC ausgezeichnet. Ab 1996 war Bohmert im Ruhestand. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2005.

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Prof. Dr. Dieter Buck-Gramcko

(1927-2012) war Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Hamburg und Düsseldorf. Nach zahlreichen Auslandsaufenthalten (u.a. USA, Großbritannien, Japan und Australien) gründete Buck-Gramcko 1963 am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg die erste selbständige Abteilung für Handchirurgie in Deutschland. 1976 ernannte ihn die Universität Hamburg zum Professor. Sein Hauptarbeitsgebiet war neben den angeborenen Fehlbildungen vor allem die Behandlung von Verletzungen der Hand, speziell des Handgelenks. Buck-Gramcko ist Gründungsmitglied der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Handchirurgie und der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie sowie Gründungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Ab 1997 war Buck-Gramcko im Ruhestand. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 1992.

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Prof. Dr. Peter Eckert

baute ab 1980 die Plastische Chirurgie an der Chirurgischen Universitätsklinik Würzburg auf und leitete sie bis 1998. 1992 wurde die Handchirurgie mit Replantationszentrum integriert. 1998 gründete er eine Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie innerhalb einer Praxisklinik. Prof. Eckert war für die VDPC in verschiedenen Ämtern tätig. Er war 1990 bis 1995 Sekretär der Gesellschaft, 1997 bis 1999 Vizepräsident und 1999 bis 2001 Präsident. Außerdem leitete er das Versicherungs-Referat und vertrat die DGPRÄC in europäischen Institutionen wie UEMS und EBOPRAS. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2015.

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Elof Eriksson, MD, PhD

studierte in Göteborg (Schweden) und absolvierte anschließend in den USA eine Ausbildung in allgemeiner Chirurgie und Plastischer Chirurgie. Er arbeitete als Oberarzt in Göteborg. 1982 wechselte er zur Southern Illinois University in Springfield, Illinois, und wurde Direktor des Burn Center. Im Jahr 1986 wurde er als Leiter der plastischen Chirurgie am Brigham and Women’s Hospital und am Children’s Hospital in Boston eingestellt und zum Professor an der Harvard Medical School ernannt. 1996 wurde Eriksson der erste Joseph E. Murray-Professor für Plastische Chirurgie an der Harvard Medical School. Eriksson fördert transatlantische Kooperationen auf dem wissenschaftlichen Gebiet der Plastischen Chirurgie und unterstützt Stipendien in den USA für viele deutsche Plastische Chirurgen. Außerdem engagiert er sich für starke Forschungsbeziehungen zwischen der Harvard Medical School und vielen Abteilungen für Plastische Chirurgie in Deutschland. Die Ehrenmitgliedschaft erhielt er 2019.

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Prof. Dr. Giulio Ingianni

leitete von 1990 bis 2002 als Direktor die Klinik für Plastische und Handchirurgie im Ferdinand-Sauerbruch-Klinikum in Wuppertal und war in Lehre und Forschung bei der medizinischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig. Anschließend war er Direktor der Klink für Plastische- und Handchirurgie, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie am Helios-Klinikum Wuppertal. Von 1997 bis 2000 leitete Prof. Ingianni den Beirat Mikrochirurgie der VDPC. Von 2000 bis 2005 war er als Sekretär tätig. Seit 1991 unternahm er mehrere Einsätze mit „Interplast Germany“, die unentgeltlich plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern vornimmt. Dabei fuhr er unter anderem nach Pakistan, Bangladesch, Vietnam, Burma und Armenien. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2015.

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Prof. Dr. Michael Greulich

leitete von 1991 bis 2009 die Klinik für Hand-, Mikro- und rekonstruktive Brustchirurgie am Marienhospital Stuttgart. Sein fachlicher Schwerpunkt lag auf dem Gebiet der Handchirurgie, maßgeblich in der Erforschung der Sehnenheilung. Prof. Greulich war für die VDPC in verschiedenen Ämtern tätig. Von 1995 bis 1997 war er Vizepräsident der Gesellschaft und 1997 bis 1999 deren Präsident. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2016.

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Prof. Dr. Edzard Köhnlein

ist Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Stuttgart, München und Innsbruck. Ab 1956 arbeitete er an der Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg, wo er 1964 habilitierte. Nach mehreren Auslandsaufenthalten (u.a. USA und Schweden) wurde er 1970 von der Universität Freiburg zum a.o. Professor ernannt. Ab 1974 war er Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover, 1979 wurde er Professor für Plastische Chirurgie an der Technischen Universität München. 1985/1986 folgte er mehreren Rufen an Lehrstühle in Libyen, Südafrika und Saudi-Arabien. Seit 1995 ist Köhnlein im Ruhestand. Bis 2006 arbeitete er als Obergutachter der Landesversicherungsanstalt Oberbayern sowie als wissenschaftlicher Berater eines medizinischen Fachverlags. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2008.

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Prof. Dr. Gottfried Lemperle

studierte und promovierte in Kiel, Freiburg und Frankfurt/Main. 1974 wurde er an der Universität Frankfurt/Main habilitiert, nachdem er zwei Jahre an der Yale-Universität (USA) in der immunologischen Forschung tätig gewesen war. Ab 1971 arbeitete er an der Klinik für Plastische Chirurgie am Markus-Krankenhaus in Frankfurt/Main, die er von 1977 bis 1994 leitete. 1978 bis 1998 war er Professor für Plastische Chirurgie an der Universität Frankfurt/Main. 1980 gründete er die deutsche Sektion von „Interplast“, einer Hilfsorganisation, deren Mitglieder ehrenamtlich plastisch-chirurgische Eingriffe in Entwicklungsländern vornehmen. Bis 1990 war er Präsident von „Interplast Germany“. Von 1985 bis 1988 stand er der VDPC als Präsident vor und gründete die Kommission zur Einführung des „Facharztes für Plastische Chirurgie“. 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für die Gründung von „Interplast Germany“. Er war Professor an der „University of California“ in San Diego. 2010 verlieh ihm die DGPRÄC die Dieffenbach-Medaille. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2012.

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Prof. em. Dr. Günter Maria Lösch

(1931-2017) war Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Rom. 1974 ernannte ihn die Medizinische Akademie Lübeck zum Professor und zum Direktor der neu gebildeten Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie. Lösch ist Gründungsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften“ (AWMF). Sein wissenschaftliches Interesse gilt vor allem den angeborenen Fehlbildungen des Kopfes, der Verbrennungschirurgie sowie der Qualitätssicherung in der Plastischen Chirurgie. Mehrere Gastprofessuren führten ihn unter anderem in die Tschechoslowakei, nach China sowie wiederholt nach Italien. Ab 1996 befand sich Lösch im Ruhestand. 2006/2007 richtete er als „DGPRÄC-Historian“ die „Ulrich-T.-Hinderer-Bibliothek“ in Berlin ein. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2008.

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Prof. em. Dr. Hanno Millesi

(1927-2017) studierte und promovierte in Innsbruck und Wien. Er wurde 1972 zum außerordentlichen Professor für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie in der Universitätsklinik des Allgemeinen Krankenhauses Wien ernannt. 1975 übernahm er die Leitung als Direktor des Ludwig-Boltzmann-Institut für experimentelle plastische Chirurgie. 1982 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. 1989 gründete Prof. Millesi die österreichische Gesellschaft für Handchirurgie und war bis 1996 ihr Präsident. 1992 erhielt er die Dieffenbach-Medaille der DGPRÄC, 1996 wurde er ärztlicher Direktor der Wiener Privatklinik. Die „International Society for Reconstructive Microsurgery“ verlieh ihm 1999 den „Millennium Award“. 2001 erhielt er den Paracelsusring der Stadt Villach. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2014.

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Prof. Dr. Wolfgang Mühlbauer

absolvierte seine Weiterbildung in München und in den USA. An der Medizinischen Fakultät des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München wurde er zum Professor ernannte. Von 1984 bis 2003 war Mühlbauer Chefarzt der Abteilung für Plastische Chirurgie, Handchirurgie mit Zentrum für Schwerbrandverletzte am Klinikum Bogenhausen in München. 1985 gründete er den „Verein zur Förderung der Behandlung Brandverletzter“, der die Arbeit des Schwerbrandverletzten-Zentrums in Bogenhausen unterstützt. 2005 erhielt Mühlbauer das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2007 verlieh ihm die DGPRÄC die Ehrenmitgliedschaft, 2008 die Dieffenbach-Medaille. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2007.

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Prof. Dr. Dr. Fritz Eduard Müller

(1925-2020) war Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Bonn. Nach längerem Auslandsaufenthalt in London baute Müller das erste deutsche Zentrum für Schwerverbrannte und eine Abteilung für Plastische Chirurgie in Bochum auf. Von 1971 bis 1974 war er Präsident der VDPC. 1981 ernannte ihn die Ruhruniversität Bochum zum Professor. Er war aktiv in der internationalen Verbandsarbeit tätig, unter anderem als erster deutscher Delegierter in der Europäischen Vereinigung der Fachärzte (UEMS). Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt galt der Handchirurgie sowie insbesondere der Immunologie und Mikrobiologie der Infektionen Brandverletzter. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt Müller 1992. Das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse wurde ihm 2000 verliehen.

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Prof. Dr. Rolf-Rüdiger Olbrisch

arbeitete von 1982 bis 2005 als erster Chefarzt an der Klinik für Plastische Chirurgie Diakonie-Krankenhaus Kaiserswerth, Düsseldorf. Von 1995 bis 1997 war er Präsident der VDPC, 2003 bis 2005 Präsident der VDÄPC. 2007 leitete Prof. Olbrisch als Kongresspräsident den Weltkongress der IPRAS in Berlin. Für die Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein war er ebenfalls tätig. 2010 erhielt Prof. Olbrisch die Herbert-Höhler-Nadel der VDÄPC. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2014.

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Prof. Dr. Neven Olivari

(1932-2018) war Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Zagreb. Nach seiner Ernennung zum apl. Professor 1982 baute er als Chefarzt eine Abteilung für Plastische Chirurgie am Dreifaltigkeits-Krankenhaus in Wesseling auf. Olivaris wissenschaftliches Interesse lag vor allem in der Weiterentwicklung des „Latissimus-dorsi-Lappens“, wofür ihm 1982 der wissenschaftliche Preis der VDPC verliehen wurde. Außerdem war ihm die systematische Ausbildung des chirurgischen Nachwuchses stets ein besonderes Anliegen. Von 1991 bis 1993 war Olivari Präsident der VDPC. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Fachartikel, sein Operationsatlas „Praktische Plastische Chirurgie“ (2004) erschien in drei Sprachen. Das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse wurde ihm 1998 verliehen, 2007 folgte die Dieffenbach-Medaille der DGPRÄC. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2000.

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Prof. em. Dr. Ursula Schmidt-Tintemann

(1924-2017) war Gründungsmitglied der VDPC. Sie studierte in Königsberg, Prag und München. Nach mehreren Auslandsaufenthalten in den USA, Großbritannien und Österreich baute Ursula Schmidt-Tintemann ab 1958 im Krankenhaus Rechts der Isar in München eine Abteilung für Plastische Chirurgie auf. Von 1974 bis 1977 war sie Präsidentin der VDPC. 1975 wurde sie zur Professorin ernannt, 1984 beendete sie ihre klinische Arbeit. Die Belange ihres Fachs vertrat sie von 1984-1987 als Vorsitzende in der Sektion Plastische Chirurgie der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Vor allem die psychologischen Implikationen plastisch-chirurgischer Eingriffe erforschte Ursula Schmidt-Tintemann in zahlreichen Arbeiten. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt sie 1988.

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Prof. Dr. Dr. Joseph Schrudde

(1920-2004) war Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Münster, München und Würzburg. 1959 gründete er eine Abteilung für Plastische Chirurgie an der Universität Köln, die ihn 1970 zum Professor ernannte. Schruddes Methoden, etwa die Kunststoffschienung von Kieferfrakturen oder die primäre Osteoplastik des Kieferbogens bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (1955) brachten ihm internationale Anerkennung. 1957 erhielt er für seine Beiträge zur Spaltchirurgie den Martin-Wasmuth-Preis. Wegen seiner 1972 eingeführten „Lipexhairese“ gilt er als „Urvater“ der Fettabsaugung. Von 1977 bis 1979 war Schrudde Präsident der VDPC. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 1988.

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Priv.-Doz. Dr. med. Michael Steen

Studium an der Freien Universität Berlin, Promotion in Göttingen. Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie mit dem damaligen Teilgebiet Unfallchirurgie in Stuttgart und Oldenburg. Weitere Ausbildung für Plastische Chirurgie, Handchirurgie und Behandlung Schwerbrandverletzter in der berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen unter Prof. Dr. Dr. Zellner von 1981-1991, zuletzt leitender Oberarzt. Habilitation und Lehrauftrag an der Universität Mannheim/Heidelberg 1991. Nach Aufenthalten in den USA und Tätigkeit als Oberarzt an der Universitätsklinik Innsbruck unter Professor Dr. Anderl ab 1993 Chefarzt der neu eingerichteten Klinik für Plastische und Handchirurgie, Schwerbrandverletztenzentrum am Klinikum Sankt Georg Leipzig. 1997 Wechsel an die neu eröffnete BG-Klinik Bergmannstrost in Halle. Dort Aufbau der plastischen Chirurgie, Handchirurgie und des Schwerbrandverletztenzentrums. Leitung der Klinik bis 2012. Danach Aufbau eines Praxisverbundes mit Berufsgenossenschaftlichem Schwerpunkt in Leipzig und Zwickau, in dem er weiterhin tätig ist. Sekretär der VDPC von 1995-2000. Schwerpunkt der Arbeit in der Etablierung der plastischen Chirurgie nach der Wende in den neuen Bundesländern. Dabei Gründung und Aufbau von zwei großen Kliniken, welche sich stabil etablieren konnten und heute Schwerpunkte in der mitteldeutschen Plastischen Chirurgie sind. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2021.

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Prof. em. Dr. Hans-Ulrich Steinau

studierte und promovierte in Frankfurt und Heidelberg. Nach chirurgischer Tätigkeit im UK Frankfurt und Habilitation 1985 wechselte er in das Klinikum rechts der Isar in München. 1990 bis 2012 leitete er die Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte am BG-Universitätsklinikum Bergmannsheil der RU Bochum. Er erhielt Gastprofessuren, unter anderem an der Harvard Medical School in Boston und an der Duke University in Durham. 2001 bis 2003 war Prof. Steinau Präsident der VDPC und 2006 bis 2007 als erster Plastischer Chirurg Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Er initiierte das Buch „Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie 1933–1945“. Neben dem von-Langenbeck-Preis und mehreren wissenschaftlichen Auszeichnungen wurde er 2011 mit dem Verdienstkreuz am Bande geehrt. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2013.

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Dr. Hubertus Tilkorn

(1937-2024) leitete von 1976 bis 2002 die Abteilung für Gesichts- und Plastische Chirurgie an der Fachklinik Hornheide in Münster. Vor allem die interdisziplinäre Behandlung von Gesichtsversehrten war sein Schwerpunkt. Von 2002 an war Dr. Tilkorn ehrenamtlich im Vorstand der „Interplast Germany“ tätig, die unentgeltlich plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern vornimmt. Bei insgesamt 40 Einsätzen, unter anderem in Nepal, Tansania, Tschetschenien und dem Iran, half er, zahlreiche Versorgungsorte aufzubauen und praktisches Wissen zu vermitteln. Für sein Engagement erhielt er das Verdienstkreuz am Bande. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2014.

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Dr. Dr. Martin Trauner

(1933-2020) war Gründungsmitglied der VDPC. Er studierte in Graz (Österreich) und Göttingen. 1962 war er Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie. Nach Anstellungen in Köln wurde er Chefarzt der Klinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie Staffelsberg in Bad Kissingen. Ab 1975 baute er eine Abteilung für Plastische Chirurgie und Handchirurgie an der BG-Unfallklinik in Murnau auf, die er ab 1990 als Chefarzt leitete. Seit 1998 war Trauner im Ruhestand. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 2008.

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Prof. Hans-Eberhard Schaller

(1950-2020) studierte in Essen und begann dort am Universitätsklinikum seine berufliche Laufbahn. Angetrieben von dem Wunsch, sich breit weiterzubilden, arbeitete er danach in der Unfallchirurgie des Kreiskrankenhauses Hildesheim. Prof. Schaller war als Oberarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig und habilitierte im Fach Plastische Chirurgie. Ende der 1990er Jahre begann er seine leitende Tätigkeit an der BG Klinik in Tübingen und instituierte als Lehrstuhlinhaber das Fachgebiet für Plastische, Hand- und Verbrennungschirurgie an der Eberhard Karls Universität. Zehn Jahre war Prof. Schaller im Vorstand der DGPRÄC aktiv: Von 2003 bis 2005 als Beirat Verbrennungschirurgie, von 2005 bis 2010 als Sekretär und von 2010 bis 2013 als Vizepräsident. Mit besonderem Engagement widmete er sich der DRG und GOÄ-Kommission. Die Ehrenmitgliedschaft erhielt er 2019.

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Prof. Dr. Dr. Peter Rudolf Zellner

(1928-1998) war Gründungsmitglied der VDPC. Nach Studium, Approbation und Weiterbildung in Berlin lernte er in London die Plastische Chirurgie kennen. Bei weiteren Auslandsaufenthalten in den USA, Kanada und Skandinavien konnte er seine Kenntnisse vertiefen. 1964 bis 1968 arbeitete er in Bochum und Hamburg, unter anderem bei Prof. Buck-Gramcko. In der neu entstehenden BG-Unfallklinik in Ludwigshafen wurde er 1968 zum Chefarzt der Abteilung für Brandverletzte, Plastische Chirurgie und Handchirurgie ernannt, die er 25 Jahre lang leitete. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen waren Grundlage für seine Habilitation 1975 an der Universität Heidelberg und seine Professur 1981. Prof. Zellner erhielt den „Everett Evan Award“ der „American Burn Association“ und war Begründer der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung. Prof. Zellner war der erste Präsident der VDPC (1970-1971) und wurde 1980 für eine zweite Präsidentschaft gewählt. Die Ehrenmitgliedschaft der DGPRÄC erhielt er 1992.