Journalistenpreis der Plastischen Chirurgen: Dr. Werner Bartens informiert sachlich zur Brustrekonstruktion

„Mit seinem Beitrag ,Kunststoff oder Eigengewebe für die Brust?‘[1], erschienen am 21. Juni 2018 in der Süddeutschen Zeitung, ist es Dr. Werner Bartens, Ressortleiter Wissenschaft, gelungen, für die Plastische Chirurgie und Brustkrebspatientinnen äußerst relevante Fakten aus ,JAMA surgery‘[2] verständlich aufzubereiten und so zu transportieren“, sagt Prof. Dr. Riccardo Giunta, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC). Die Verleihung des mit 2000 Euro dotierten Journalistenpreises der Plastischen Chirurgen erfolgte am 16. Oktober 2018 im Rahmen des ersten bundesweiten Tages der Plastischen Chirurgie bei der lokalen Veranstaltung der Abteilung für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Ästhetische Chirurgie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Brustkrebs – ein Dauerthema mit Informationsdefizit
„Der Artikel ist von besonderer Bedeutung, da er wissenschaftlich fundiert darstellt, dass die langfristige Zufriedenheit bei der Rekonstruktion mit Eigengewebe höher ist und erneute Operationen lediglich kurz nach der Rekonstruktion üblich sind“, erklärt der Plastische Chirurg. Dies sei eine Information, die Frauen nicht immer hätten, bevor sie sich für einen Eingriff entschieden. Im Gegensatz dazu seien Rekonstruktionen mit Implantaten meist dauerhaft erneut operationsbedürftig. So sei, basierend auf Daten der amerikanischen Aufsichtsbehörde FDA, unlängst publiziert worden, dass sieben Jahre nach der Implantat-Rekonstruktion bereits 25 Prozent wieder ausgetauscht worden seien, berichtetet Giunta[3]. „Hinzu kommt, dass sich die Haptik und Symmetrie von Implantaten und Eigengewebe erheblich unterscheiden, was die körperliche Integrität der Frauen doch erheblich stören kann“, berichtet der Plastische Chirurg aus eigener Erfahrung. „Umso bedeutender ist es, dass sämtliche Patientinnen bereits zu Beginn der Brustkrebsbehandlung über alle zur Verfügung stehenden Rekonstruktionsmöglichkeiten informiert werden, damit das Ende der Behandlung von Beginn an mitgedacht und Schnitte entsprechend gesetzt werden können. Wir sind froh, dass die Deutsche Krebsgesellschaft dies unlängst mit einer Verfahrensordnung zur Zusammenarbeit von Plastischen Chirurgen und Gynäkologen in Brustkrebszentren erneut bekräftigt hat“, schließt Giunta.

Journalistenpreis
Mit dem Journalistenpreis der Deutschen Plastischen Chirurgen prämiert die DGPRÄC jedes Jahr den besten plastisch-chirurgischen Presseartikel, in dem die Breite und Vielfalt des Fachs dargestellt wird. Der Preis wird ausschließlich an täglich, wöchentlich oder monatlich erscheinende Printmedien vergeben. Der Journalistenpreis ist mit 2000 Euro dotiert und wird vom Vorstand der DGPRÄC vergeben.
Vergaberichtlinien: www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2018/03/Richtlinien_Journalistenpreis_0.pdf

 

50 Jahre DGPRÄC – Animationsfilme und mehr!

Am 16. Oktober 1968 wurde die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) in Bochum gegründet. Anlässlich des Jubiläums setzt die DGRRÄC zahlreiche Aktionen um. Unter www.50-jahre-dgpraec.de wächst eine elektronische Zeitleiste, in der die Geschichte der Plastischen Chirurgie und der Fachgesellschaft dokumentiert wird. Monatliche Presseinformationen zeigen die Vielfalt des Fachgebietes. Gemeinsam mit der Berliner Universität der Künste erstellte Animationsfilme zu den vier Säulen des Fachgebietes, der Rekonstruktiven, Hand-, Verbrennungs- und Ästhetischen Chirurgie stellen das Fachgebiet für den Laien verständlich dar: https://www.youtube.com/channel/UCwNpuMgE8hgF3zke-_Z43mg

 

[1] www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-kunststoff-oder-eigengewebe-fuer-die-brust-1.4023882

[2] Originalartikel aus „JAMA surgery“:
https://jamanetwork.com/journals/jamasurgery/fullarticle/2685263

[3] US FDA Breast Implant Postapproval Studies

Long-term Outcomes in 99,993 Patients

Christopher J. Coroneos, MD, MSc, Jesse C. Selber, MD, MPH, Anaeze C. Offodile II, MD, MPH, Charles E. Butler, MD, and Mark W. Clemens, MD