Glossar

GOÄ

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) regelt die Abrechnung aller medizinischer Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie ist Abrechnungsgrundlage bei Patienten, die ihre Behandlung selbst bezahlen (in der Regel privat versicherte Patienten) sowie für alle anderen Leistungen, die von einem Arzt in Deutschland in Rechnung gestellt werden. Die GOÄ teilt jeder Leistung und jedem Verbrauchsmaterial eine Ziffer zu, die eine bestimmte Summe wert ist.


Goldstandard

Der Goldstandard beschreibt ein Diagnoseverfahren oder eine Therapie, die in Expertenkreisen als derzeit beste oder wirksamste Methode anerkannt ist. Im Idealfall wird eine Methode durch kontrollierte Studien nachweisbar zum Goldstandard.


Gynäkologie

Die Gynäkologie (Frauenheilkunde) befasst sich mit den Erkrankungen des weiblichen Sexual- und Fortpflanzungstraktes. Der Facharzt für Gynäkologie hat nach dem Medizinstudium eine fünfjährige Weiterbildung absolviert.


Kassenzulassung

Mit der Kassenzulassung erhält der Arzt die Möglichkeit, den Großteil der Bevölkerung zu behandeln. Der gesetzlich Versicherte muss lediglich seine Versichertenkarte bei dem Arzt vorlegen, die Abrechnung der Behandlung erfolgt dann direkt zwischen Arzt und Krankenkasse. Für einzelne Leistungen (z. B. Psychotherapie) muss jedoch zuvor ein Antrag gestellt werden.


Konsiliararzt

Hat ein behandelnder Arzt eine fachfremde Frage zu einem Patienten, bittet er einen Kollegen um ein „Konsil“. Dieser ist meist Facharzt auf dem jeweiligen Gebiet. Er verfasst einen schriftlichen Bericht mit Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie.


KV-Ermächtigung

Eine KV-Ermächtigung wird z. B. an Chefärzte eines Klinikums vergeben. Somit können Patienten im Krankenhaus ambulant behandelt werden – ähnlich wie in einer Arztpraxis.
Die KV-Ermächtigung gilt nur für Leistungen, die vor Ort nicht ausreichend von Ärzten mit Kassenzulassung abgedeckt werden können. Eine Ermächtigung ist immer begrenzt: Dauer, Ort und Art der Leistungen sind genau geregelt.
Ein Arzt wird stets aufgrund seiner persönlichen Fähigkeiten und Kenntnisse ermächtigt. Aus diesem Grund darf er sich nicht vertreten lassen oder Assistenten beschäftigen (Ausnahme: Urlaubsvertretung).


Lehrkrankenhaus

Im Gegensatz zu einer Universitätsklinik gehört ein Lehrkrankenhaus nicht zu einer Universität. Die Studenten einer medizinischen Fakultät werden dort in eng definierten Fächern ausgebildet. Das Lehrkrankenhaus erhält dafür Geld von der Universität. Meist befindet sich das Krankenhaus in der Nähe der Universität.


Narkose

Die Narkose verhindert während eines Eingriffs sowohl Schmerzempfinden als auch Abwehrreflexe des Patienten. Sie wird durch einen Anästhesisten herbeigeführt, der in der Regel eine Mischung aus Schlafmittel, Schmerzmittel und einem Mittel zur Muskel-Erschlaffung verabreicht. Um zu verhindern, dass durch die betäubten Körperreflexe Mageninhalt die Luftwege verstopft, muss der Patient vor der Operation nüchtern sein.


Öffentliches Krankenhaus

Ein öffentliches Krankenhaus untersucht und heilt – im Gegensatz etwa zu einer Privatklinik – sowohl Patienten mit einer privaten Krankenversicherung als auch gesetzlich Versicherte.


Onkologie

Die Onkologie widmet sich der Vorbeugung, Diagnose, Therapierung und Nachsorge von Krebserkrankungen. Die Entfernung oder Zerstörung des kranken Tumor-Gewebes ist Ziel jeder Krebsoperation. Ist dies nicht mehr möglich, steht die Verkleinerung des Tumors und die Verlängerung der Lebenszeit im Mittelpunkt. Neben operativen Fortschritten konzentriert sich die Onkologie heute vor allem auf die Prävention, etwa durch Kampagnen gegen das Rauchen oder zur Brustkrebsfrüherkennung.