Pressemitteilungen

Aktionstag zum Lip- und Lymphödem: Ursache erkennen, Umfang reduzieren, Lebensqualität wiederherstellen

14. März 2017

„Lipödem und Lymphödem sind weit verbreitet, aber wenig bekannt. Am 18. März finden bundesweit Aktionstage mit plastisch-chirurgischer Beteiligung statt, um das Bewusstsein zu schärfen “, berichtet Prof. Dr. Dr. h.c. Raymund Horch, Präsident der DGPRÄC einleitend. Susanne Helmbrecht, 1. Vorsitzende des Lymphselbsthilfevereins e. V. erklärt, dass sowohl Ärzte als auch betroffene Patienten beide Krankheitsbilder häufig nicht kennen würden, so dass meist ein langer Leidensweg vor der richtigen Diagnose liege. „Die Erkrankten versuchen es mit Diäten und Sport, können einer stetigen Zunahme des Körperumfangs an einer oder mehreren Extremitäten so aber nichts entgegen setzen. Im Kontakt mit unseren bundesweiten Selbsthilfegruppen oder kundigen Ärzten erkennen sie dann, dass sie schlicht erkrankt sind,“ berichtet Susanne Helmbrecht.

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Unter den Augen des Herkules: Plastische Chirurgen tagten in Kassel

12. September 2016

Berlin/Kassel - Ganz nah am märchenhaften Bergpark Wilhelmshöhe veranstaltete die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) in diesem Jahr ihre 47. Jahrestagung, die gleichzeitig die 21. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) war. Vom 8. bis 10. September fanden mehr als 550 Besucher den Weg nach Kassel. Dieser lohnte sich: 58 Symposien mit 347 Vorträgen sowie 37 wissenschaftliche Poster und 17 dreiminütige „Science Slam“-Vorträge boten einen perfekten Einblick in die aktuelle plastisch-chirurgische Forschung.

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Plastische Chirurgie: Kümmern, Kurieren – und Kommerz?

08. September 2016

„Das durchaus provokative Tagungsmotto verdeutlicht das Spannungsfeld, in dem sich unser vielseitiges Fachgebiet behaupten muss“, leitet Prof. Dr. Ernst Magnus Noah ein. Dies gelte für das gesamte Fachgebiet, werde aber verstärkt in der ästhetisch-plastischen Chirurgie wirksam und auch von der Öffentlichkeit adressiert. „Dieser Kongress soll neben der fachlichen Weiterbildung einen Diskussionsraum schaffen und so nicht zuletzt bei jungen Fachärzten sowie Ärzten in der Weiterbildung das Bewusstsein dafür schärfen, dass Plastische und Ästhetische Chirurgen, unabhängig von wirtschaftlichen Anforderungen, vor allem Ärzte sind, bei denen die Sorge und Fürsorge für ihre Patienten oberste Priorität hat“, stellt Prof. Noah klar.

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Plastisch-chirurgische Entwicklungszusammenarbeit: Nachhaltige Unterstützung und Wissenstransfer mit INTERPLAST

08. September 2016

88.180 Patienten in 35 Jahren – die Zahlen von „Interplast Germany“ sind eindrucksvoll. Allein 2015 operierten die Ärzte der plastisch-chirurgischen Hilfsorganisation 3893 Patienten in 72 Einsätzen auf der ganzen Welt – kostenlos und unbürokratisch. Tansania, Nepal, Kamerun, Iran, Myanmar, Thailand – die Liste der Einsatzländer ist lang. Neben der Versorgung der Patienten steht für „Interplast“ vor allem die Schulung der Ärzte vor Ort im Mittelpunkt.

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Ein dickes Problem: Vergütung körperstraffender Eingriffe nach Adipositas halbiert!

08. September 2016

„Die Zahl adipöser Menschen nimmt deutlich zu, ebenso bariatrische Eingriffe, mit denen die Gewichtsreduktion befördert wird. Im Ergebnis verzeichnen Plastische und Ästhetische Chirurgen seit Jahren steigende Eingriffszahlen im Bereich der körperstraffenden Eingriffe nach starker Gewichtsreduktion“, berichtet Prof. Dr. Raymund Horch, Präsident der DGPRÄC, einleitend und betont seine Sorge, dass die Versorgung dieser Patienten mittelfristig gefährdet sein könnte. Hintergrund sei eine Änderung im DRG-System. „Hier wurde 2016 ein neues Krankheitsbild hinterlegt. Die L98.7 bezeichnet seither überschüssige und erschlaffte Haut und Unterhaut (nach Gewichtsverlust, bariatrische OP). Wird diese nun als Hauptdiagnose gewählt, so halbiert sich der Erlös von Straffungsoperationen im Vergleich zu den Vorjahren“, sorgt sich Prof. Horch.

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Medizinproduktesicherheit: DGPRÄC erarbeitet und fordert verpflichtendes Implantatregister

08. September 2016

„In Reaktion auf den PIP-Skandal berät die Europäische Union bereits seit 2012 über eine Novellierung der Europäischen Medizinproduktevorschriften“, berichtet Prof. Dr. Lukas Prantl, Sekretär der DGPRÄC. Eine Einigung sei nun absehbar, die Zustimmung von Europäischen Rat und Parlament lediglich Formsache, führt Prantl aus und bedauert, dass sich einige gute Vorschläge in den Verhandlungen nicht durchsetzen konnten. „Dabei finde ich es besonders  bedenklich, dass sich die Einführung eines einheitlichen europäischen Registers für Hochrisikomedizinprodukte der Klasse III, zu denen auch Brustimplantate gehören, nicht durchsetzen konnten“, stellt der Plastische und Ästhetische Chirurg dar.

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Kommentar zum Urteil des Bundessozialgerichts: Weibliche Brustfehlbildungen sind eine Krankheit

30. Juni 2016

Berlin – Das Bundessozialgericht (BSG) hat eine höchstrichterliche Entscheidung zu der Therapie von angeborenen Brustfehlbildungen vorgelegt (B 1 KR 35/15 R). Bislang wurden etwa kaum vorhandene Brüste in aller Regel als medizinische Behandlung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung korrigiert. Das BSG-Urteil bestätigte nun aber die Ansicht der Versicherung, dass die Fehlbildungen ein ästhetisches Problem seien – zum Nachteil der Betroffenen.

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Muss der Mann zum Frauenarzt? Plastische Chirurgen helfen bei Gynäkomastie und männlichem Brustkrebs

02. Juni 2016

Berlin – „Zunehmend erreichen uns Männer, die bei Problemen mit ihrer Brust eine wahre Odyssee bis zur Operation hinter sich haben. Offenbar wissen die Patienten nicht, wer der geeignete Ansprechpartner bei Brustkrebs oder Gynäkomastie, der vergrößerten männlichen Brust, ist“, berichtet Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC). „Durch die zertifizierten Brustzentren, die in Deutschland für die primäre Brustkrebsbehandlung häufig in der Frauenheilkunde angesiedelt sind, ist für Frauen der Zugang zur qualitätsgesicherten Therapie gebahnt. Männern fällt der Gang zum Frauenarzt aus verständlichen Gründen eher schwer.“ In beiden Fällen seien Plastische und Ästhetische Chirurgen die geeigneten Partner für einen operativen Eingriff. Wie oft in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie, sei die Kooperation mit anderen Fachärzten bei Krebserkrankungen elementar.

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Grillen – aber sicher: Grundregeln beherzigen – ohne Reue genießen!

04. Mai 2016

Berlin – Das schöne Wetter lockt ins Freie, endlich wieder Zeit zum Barbecue, dem gemeinschaftlichen Grillen auf dem Balkon und im Garten. „Doch Vorsicht, Falle – denn ernste Gefahren lauern. Jährlich kommt es zu 4000-5000 Unfällen beim Grillen mit mindestens 10 Prozent lebensbedrohlichen Verletzungen, die in Verbrennungszentren behandelt werden müssen“, erinnert Prof. Dr. Henrik Menke vom Zentrum für Schwerbrandverletzte in Offenbach für die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC).

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Berufungsprozess gegen PIP-Gründer Jean-Claude Mas: Medizinproduktesicherheit und Patientenwohl

02. Mai 2016

Berlin – „Mit der Bestätigung des Urteils gegen Jean-Claude Mas hat das Gericht im wahrsten Sinne des Wortes Recht gesprochen“, konstatiert Univ. Prof. Dr. Dr. h.c. Raymund Horch, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) mit Blick auf die heutige Entscheidung des Berufungsgerichts in Aix-en-Provence. Dieses hatte bestätigt, dass es sich bei der Verwendung von Industriesilikon zur Herstellung von Brustimplantaten um „schweren Betrug“ handelt. Mas war in Berufung gegangen, da er keinen schweren Betrug erkennen konnte und das Urteil von vier Jahren Haft und 72.000 Euro Geldbuße nicht akzeptieren wollte.

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